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Lokales Leipzigs neue Kirche entsteht aus Rochlitzer Porphyr
Leipzig Lokales Leipzigs neue Kirche entsteht aus Rochlitzer Porphyr
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19:00 15.04.2010
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Leipzig/Rochlitz

Darauf verständigte sich die Baukommission am Donnerstag mit dem Geschäftsführer der Rochlitzer Porphyrbrüche, Klaus Kalenborn. Damit wird die Fassade vollständig aus dem Rochlitzer Rot entstehen - so wie es auch der Siegerentwurf der Leipziger Architekten-Brüder Ansgar und Benedikt Schulz vorsah.

Die Entscheidung ist bemerkenswert: So wurde der markante Vulkan- Stein, der von der Eiszeit verschont wurde und deshalb als einzigartig gilt, laut Kalenborn seit mehr als 500 Jahren nicht mehr für einen Kirchenbau verwendet. An bedeutenden Bauwerken mit Rochlitzer Rot mangelt es freilich trotzdem nicht: Das Schloss Glauchau (um 980) entstand ebenso daraus wie das Alte Leipziger Rathaus (1556), Burg Kriebstein (1407) und die Klosterbasilika in Wechselburg (1184).

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Letztere als „Keimzelle des Katholizismus“ in der Region war für die Architekten das entscheidende Argument, wie Benedikt Schulz freimütig zugibt. Im Wettbewerb gelang ihnen damit der Triumph - auch gegen viele Ziegel-Entwürfe. Die Baukommission überzeugte sich am Mittwoch davon, dass auch genügend Steine vorhanden sind - immerhin beträgt die Fassadenfläche rund 5000 Quadratmeter.

Propst Lothar Vierhock zeigte sich von den Felswänden tief beeindruckt. „Ich bin sehr überzeugt davon“, sagte er zu Kalenborn. Der freut sich über den Großauftrag, mit dem 10 seiner 14 Mitarbeiter mindestens ein Jahr lang beschäftigt sein werden. Zum Abbau ab Sommer vertraut er auf die Hilfe eines Dresdner Sprengmeisters.

Mit der neuen katholischen Propsteikirche St. Trinitatis erhält Leipzigs Innenstadt wieder ein katholisches Gotteshaus - nachdem sie 1943 ihre erste Trinitatiskirche durch einen Bombenangriff verlor. Die zweite durfte zu DDR-Zeiten nur am Rand der City gebaut werden und ist inzwischen baufällig. Die dritte soll ab Anfang 2011 gegenüber vom Neuen Rathaus entstehen und bis spätestens Anfang 2013 fertig sein. Als Baukosten werden derzeit 15 Millionen Euro veranschlagt. Vier Millionen Euro davon sind sicher: Zwei Millionen kamen durch eine deutschlandweite Kollektensammlung im Februar 2009 zusammen, eine Million hat das Bonifatiuswerk versprochen, eine weitere Million haben Spender gegeben.

Tino Moritz, dpa

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