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Lokales Leipzigs neue Sportoberschule übergeben
Leipzig Lokales Leipzigs neue Sportoberschule übergeben
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11:50 11.09.2018
Spannung vom Kopf bis zum Fuß war gestern im Innenhof der Sportoberschule angesagt. Dort zeigten nicht nur Nachwuchs-Gymnastinnen ihr Können, sondern auch Judokas, Kanuten, Radsportler, Handballer, Leichtathleten und Fußballer. Quelle: Fotos: Armin Kühne
Leipzig

Bei der Aufholjagd im Schulneubau hat Leipzig gestern einen wichtigen Etappensieg errungen: Im Waldstraßenviertel wurde der Neubau der Sportoberschule feierlich eröffnet. Das 19,1-Millionen-Objekt ist für 672 Kinder ausgelegt, die dort eine „Sportprofil-Klasse“ oder eine „sportbetonte Klasse“ besuchen können. Die Einrichtung ist jetzt eine von 43 „Eliteschulen des Sport“, die es in Deutschland gibt.

Eine halbe Milliarde Euro in fünf Jahren

„Wir haben jetzt hier Möglichkeiten vom Feinsten“, befand Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bei der Einweihungsfeier. Gleichzeitig lobte er den Freistaat Sachsen, der 7,3 Millionen Euro für den Neubau beigesteuert hat. „Leipzig muss jetzt fünf Jahre lang jährlich 100 Millionen Euro investieren, damit jeder Schüler einen Platz bekommt“, rechnete der OBM den über hunderte geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft vor. Dies sei die größte Herausforderung, die Leipzig in seiner bisherigen Geschichte beim Schulbau zu bewältigen habe. Vergleichbar sei sie nur mit der Gründerzeit, in der Leipzig von 1870 bis 1910 rund hundert Schulen baute. „Wenn wir eine halbe Milliarde Euro für Schulen investieren wollen, dann brauchen wir dafür die Unterstützung des Freistaates“, betonte Jung. „Allein ist Leipzig damit überfordert.“

Staatsminister Christian Piwarz (CDU) sicherte Leipzig Hilfe zu. „Wir stehen zu unserer Verpflichtung, gemeinsam mit den Kommunen in den Schulhausbau zu investieren“, entgegnete der Christdemokrat.

Eröffnung Neubau der Sportoberschule Leipzig

Bis zur Schuljahreseröffnung war die Sportoberschule noch in einem Altbau in der Max-Planck-Straße 1/3 untergebracht. „Dort haben wir immer nach Chemnitz und Dresden geschaut, die viel bessere Bedingungen hatten“, erinnerte sich Anita Kühne, die sich als ehemalige Direktorin der Schule jahrelang für den Neubau stark gemacht hat. „Jetzt ziehen wir mit diesen Städten gleich. Leipzig hat nun eine Sportschule, die unserer Stadt würdig ist und Leipzigs Ansprüche im Sport unterstreicht.“ Im neuen Domizil liegt der Fokus vor allem auf den Sportarten Leichtathletik, Handball, Fechten, Fußball, Kanu-Slalom, Turnen, Radsport, Schwimmen, Volleyball, Kanu-Rennen, Ringen, Rudern, Judo und Rhythmische Sportgymnastik.

Dreifelderhalle mit 200 Zuschauer-Plätzen

Für diesen Erfolg hat nicht nur gekleckert, sondern geklotzt: Damit der Gebäudekomplex in der Goyastraße 53 auf stabilen Fundaementen ruht, wurde er mit Bohrpfählen acht Meter tief im Untergrund gegründet. Der Schule wurde außerdem Dreifeldsporthalle spendiert, die auch für die außerschulische Nutzung gedacht ist. Sie wurde unter anderem mit einer knapp 200 Zuschauer fassenden Tribüne und Anzeigentafel ausgestattet und trägt den erhöhten Anforderungen des Leistungssports für den Schul- und Wettkampfbetrieb Rechnung. Im Außenbereich wurde außerdem ein Kleinspielfeld angelegt, das zusätzliche Sport- und Freizeitkapazitäten bietet.

Im neuen Hauptgebäude sind die Verwaltung, eine Bibliothek sowie die allgemeinen und naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume untergebracht. Im Zwischengebäude befinden sind im Erdgeschoss die Mensa und die zentralen, für Veranstaltungen zusammenlegbaren, Mehrzweckräume. Im Obergeschoss gibt es die hauswirtschaftlichen Fachkabinette sowie Fachunterrichtsräume für Werken und Kunst.

Standort im „Mehrgenerationen-Campus“

Schuldirektor Uwe Hempel betonte, dass aktuell 540 Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 in dem Neubau unterrichtet werden und das neue Domizil nach zweijähriger Bauzeit pünktlich zum Schuljahresbeginn in Betrieb genommen werden konnte. Gelobt wurde auch, dass das Schulgebäude in einem „Mehrgenerationen-Campus“ befindet und in unmittelbarer Nachbarschaft auch ein Altenpflegeheim, betreutes Wohnen sowie eine Kita liege. Dies mache Kontakt und Beziehungen zwischen den Generationen möglich, hieß es.

Von Andreas Tappert

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