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Leselust im Sommer: Die Leipziger Bibliotheken sind im Aufwind

Bücherwürmer Leselust im Sommer: Die Leipziger Bibliotheken sind im Aufwind

Vom Sommerloch ist in den Leipziger Städtischen Bibliotheken (LSB) nichts zu spüren. Im Haupthaus am Leuschnerplatz ist es zwar alles andere als kühl - die Leipziger sind aber buchstäblich im Lesefieber.

Susanne Metz - Amtsleiterin Städtische Bibliotheken in Leipzig.

Quelle: Andre Kempner

Leipzig. Die Stadt wächst und mit ihr die Anzahl der Besucher und Entleihungen. "Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 haben wir bereits ein Plus von 60 000 Entleihungen", sagt Heike Scholl, die Marketingfachfrau. 2014 waren es insgesamt 4,7 Millionen.

 2014 haben die LSB die Millionengrenze bei den physischen Besuchen überschritten. 2014 kamen fast 1,1 Millionen Besucher in die Stadtbibliothek, die Stadtteilbibliotheken oder die Fahrbibliothek. Einen großen Anteil am Erfolg hat ebenfalls die Onleihe, die das Ausleihen beziehungsweise Herunterladen digitaler Medien über das Internet ermöglicht. "Die Nachfrage ist riesig", sagt Bibliothekarin Kristine Voigt. 10 600 Exemplare, drei Viertel davon E-Books, sind im Angebot. Tendenz steigend! Mit Start des Portals im Oktober 2010 waren es gerade mal 1500 E-Books, E-Audios, E-Videos, E-Paper und E-Music. Im Vorjahr wurden übrigens 100 300 Besuche bei der Onleihe registriert, bis Ende Juni 2015 waren es bereits 52 569.

 Seit Kurzem gibt es bei der Onleihe eine Neuerung, auf die viele Nutzer lange gewartet haben: E-Books und E-Magazine können jetzt vor Ablauf der Leihfrist zurückgegeben werden. "Bisher hatten E-Books eine feste Leihfrist von zwei Wochen", erklärt Voigt. Während dieses Zeitraumes waren sie quasi blockiert - selbst wenn ein Buch schneller als gedacht ausgelesen wurde. Oder es dem Nutzer gar nicht gefallen hat und es weggelegt wurde. Andere Interessenten konnten erst nach Ablauf der Frist darauf zugreifen. Für viele war auch eins ärgerlich: Bei der Onleihe dürfen nur zehn Medien gleichzeitig entliehen werden. Wer ein E-Book vorbestellt hat, musste möglicherweise warten - weil das Medienkonto erschöpft war. Neuerdings können Medien übers Programm Adobe Digital Editions beziehungsweise über die Onleihe-App zurück in den verfügbaren Bestand gegeben werden. "Das funktioniert aber nur, wenn die Nutzer die aktuelle Version heruntergeladen haben", erklärt Bibliothekarin Voigt. Wer Hilfe braucht, kann sogar am Leuschnerplatz mit seinem Tablet oder anderem Gerät vorbeischauen. Jeden Donnerstag von 13 bis 15 Uhr wird eine Onleihe-Sprechstunde angeboten.

 Ein Erfolg ist übrigens die Lernplattform Scoyo, an der sich Leipzigs Bibliotheken seit den Winterferien beteiligen. Das ist ein Online-Angebot für Schüler der 1. bis 7. Klassen mit schulrelevanten Lerninhalten, also im Prinzip Nachhilfe mit mehr als 4000 Lerngeschichten und mehr als 10 000 Übungen und Tests. "Mit dem Bibliotheksausweis ist die E-Nachhilfe für die Schüler kostenlos", so Scholl.

 Ein Selbstläufer ist inzwischen der Buchsommer geworden. Das sachsenweite Ferienlese-Projekt hat bei einigen Jugendlichen Kultstatus erreicht. 545 Mädchen und Jungs ab der fünften Klasse machen diesmal mit. Bei den Jüngeren sind es 660 - etwa 100 mehr als im Vorjahr. Die Idee: Das vom Freistaat Sachsen geförderte Projekt richtet sich an "Wenigleser". Geboten wird ausschließlich Lektüre, die Spaß und Lesefreude bereiten soll. Wer während der Ferienzeit drei Bücher liest und bewertet, bekommt zur Abschlussparty am 27. August in der Stadtbibliothek, für die Größeren am 28. August in der Moritzbastei, ein Zertifikat.

 Wer lieber Computer- und Konsolenspiele, aber auch Apps testen will, hat dazu Ende September/Anfang Oktober Gelegenheit. In der Stadtbibliothek wird eine Tommi-Jury gebildet. Die empfiehlt, welche nominierten Spiele es bei der Frankfurter Buchmesse auf das Siegerpodest schaffen. Sechs- bis 13-Jährige, können sich bis 13. September für die Kinderjury anmelden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.08.2015
Matthias Orbeck

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