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Lokales Lessing-Schüler unterstützen indisches „Heim der Hoffnung“ mit 6000 Euro
Leipzig Lokales Lessing-Schüler unterstützen indisches „Heim der Hoffnung“ mit 6000 Euro
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14:25 30.09.2010
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Leipzig

Jetzt bedankte er sich persönlich und zeigte den jungen Spendern, wofür ihr Geld verwendet wurde.

Genau 6025 Euro gingen nach dem Sponsorenlauf vor zwei Jahren, bei dem die Eltern pro gelaufener Runde einen bestimmten Betrag spendeten, nach Indien an das Don Bosco Ashalayam, wo Straßenkinder ein Zuhause finden. „Beim Sponsorenlauf geht es ums Laufen - und ums Teilen, mit den Kindern, denen es nicht so gut geht wie uns", sagte die Direktorin der Lessingschule, Heike Hentschel. Ashalayam ist Sanskrit und bedeutet „Heim der Hoffnung".

Leipzig. Die vielen lachenden Gesichter waren das Schönste bei seinem Besuch in Leipzig, sagt George Chempakam. Und auch der Inder hat Grund zur Freude: Er traf am Donnerstag die vielen Schüler der Lessingschule, die 2008 Geld für sein Heim für Straßenkinder in Kalkutta erlaufen hatten. Jetzt bedankte er sich persönlich und zeigte den jungen Spendern, wofür ihr Geld verwendet wurde.
Dessen Leiter, der von allen Father George genannt wird, dankte nicht nur den Schülern für ihre Unterstützung, sondern übte mit ihnen auch gleich ein Lied zum Glücklichsein ein - das Wichtigste für alle Kinder, meint Father George. Außerdem übergab er Seidentücher als Geschenke aus dem Ashalayam.

Elisabeth Bott und Erika Alleweldt vom deutschen Förderverein „Heim der Hoffnung" zeigten einen Film über das Leben dort und erzählten den Schülern, wie der Alltag ihrer Altersgenossen abläuft. Derzeit leben rund 600 Kinder und Jugendliche ab einem Alter von fünf Jahren verteilt auf 25 Häuser im Ashalayam. Sie können hier zur Schule gehen oder ein Handwerk lernen, bekommen eine Unterkunft und etwas zu essen. „Sie bleiben hier bis sie eine eigene Familie gründen", sagte Elisabeth Bott. Dafür hat jedes Kind ein eigenes Konto, auf dem Geld gespart wird, um später ein Stück Land kaufen und eine Hütte bauen zu können.

Für die Lessing-Grundschüler war der Einblick in das Leben der Kinder im Ashalayam voller neuer Erfahrungen. „Dass sie mit den Fingern essen, habe ich nicht gewusst", erzählte die acht Jahre alte Elisabeth. Ähnlich ging es Clara, die darüber erstaunt war, dass die Inder auch ihre Wäsche selber waschen müssen. Und auch wenn die Kinder im Film und auf den Bildern aus dem Ashalayam glücklich wirken, dass es ihnen so gut geht wie den Lessing-Schülern, glaubt die neun Jahre alte Kora nicht: „Sie haben keine Eltern oder die Familien sind auseinandergerissen. Das ist nicht schön."

Mit ihren erlaufenen Spendengeldern haben die Leipziger den indischen Kindern einen Urlaub am Meer ermöglicht, bei dem sie sich einmal richtig austoben konnten. Auch ein Ausflug in die Berge stand auf dem Programm. Die Bilder von der fünftägigen Fahrt haben den Leipziger Schülern besonders gefallen. „Ich bin stolz, dass wir den Kindern helfen konnten, in den Urlaub zu fahren", meint Elisabeth. Sofort einig war sie sich mit den übrigen Schülern der 3c: „Da wären wir gern mitgefahren."

Die Unterstützung für die indischen Straßenkinder soll keine einmalige Aktion bleiben, sagte Heike Hentschel zum Abschluss. Der Meinung waren auch die Lessing-Schüler in der Turnhalle. Mit einem überzeugten „Ja" aus 450 Kehlen stimmten sie den Worten ihrer Direktorin zu, als diese verkündete, dass es vor Weihnachten noch eine Überraschung für das Ashalayam geben werde.

Ines Christ

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