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Leuschner-Platz soll erhalten bleiben – Stadt will nur eine Teilfläche umbenennen

Leuschner-Platz soll erhalten bleiben – Stadt will nur eine Teilfläche umbenennen

Der Wilhelm-Leuschner-Platz soll nun doch in Leipzig erhalten bleiben. Nur die Fläche des geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmals soll künftig den Namen Platz der Friedlichen Revolution heißen.

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Der Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig: Ein Teil soll ab 2013 „Platz der Friedlichen Revolution“ heißen.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Das teilte die Stadt am Montag mit. Die Verwaltungsspitze habe zuvor ihre Pläne während der Dienstberatung des Oberbürgermeisters noch einmal konkretisiert.

Welche Fläche der Platz der Revolution genau einnehmen soll, ist noch offen. Nach Angaben der Stadt wird ein Vorschlag darüber im Ergebnis des Denkmalwettbewerbs in den Stadtrat zur Abstimmung eingebracht. Ursprünglich sollte der gesamte Platz den neuen Namen tragen. Wilhelm Leuschner sollte statt dessen nach dem Willen im Neuen Rathaus an einer anderen Stelle der Stadt geehrt werden.

„Wir begrüßen diese Korrektur außerordentlich, entspricht sie doch exakt unserem ursprünglichen Antrag. So wird die Namensgebung allen Belangen gerecht: Leipzig erhält an prominenter Stelle eine Adresse, die an die Friedliche Revolution von 1989 erinnert, gleichzeitig bleibt der Name des bedeutenden Widerstandskämpfers Wilhelm Leuschner in vertrauter innerstädtischer Lage erhalten. Diese Sensibilität hätten wir uns von der Verwaltungsspitze von Beginn an gewünscht“, sagte Ursula Grimma, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtrat.

Auch der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat, René Hobusch, begrüßte die Klarstellung der Stadtverwaltung und bezeichnete sie als "überfällig". "Mit der Präzisierung wird der ursprünglichen Intention eins zu eins entsprochen. Der Namenswechsel des kompletten Areals war nicht geplant und nicht gewollt." Wäre dies von Anfang an so kommuniziert worden, hätte der Oberbürgermeister der Stadt eine hoch emotionale Diskussion erspart. "Was bleibt, ist irritiertes Kopfschütteln: Warum nicht gleich so?", fragte Hobusch.

Über die Umbenennung wird seit Wochen heftig gestritten. In einer Online-Umfrage von LVZ-Online hatte sich eine große Mehrheit gegen den Namenswechsel ausgesprochen. Mit einem ähnlichen Ergebnis endete auch ein Telefon-Ted der Leipziger Volkszeitung.

Die Umbenennungspläne hatten auch die Wilhelm-Leuschner-Stiftung auf den Plan gerufen, die in Bayreuth residiert. In einem offenen Brief an Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) protestierte der Leuschner-Biograf und Stiftungsgründer Wolfgang Hasibether gegen eine Änderung.

Leuschner habe 1907 Station in Leipzig gemacht, führt er an. „In Leipzig kam er mit den Organisationen der Arbeiterbewegung in Kontakt, was für sein späteres Leben als Funktionär der freien Gewerkschaftsbewegung und der SPD prägende Wirkung hatte.“

Für Hasibether ist eine Schande, „diesen großen deutschen Politiker und Widerstandskämpfer aus der Mitte Leipzigs zu verbannen und sein Andenken damit zu beschädigen“. Er forderte den Oberbürgermeister und die Fraktionen auf, dieses Andenken durch eine Umbenennung des Platzes keinesfalls zu verdrängen.

Der in Leipzig ansässige Verein „Mehr Demokratie Sachsen“ und die Linksfraktion in der Ratsversammlung hatten sogar einen  Bürgerentscheid gefordert.

Die Stadtverwaltung plant die künftige Denkmalsfläche am 9. Oktober 2013 umzubenennen. Der Termin sei so vorgesehen worden, weil im Dezember 2013 die Deutsche Bahn den City-Tunnel fertigstellen will. Die Haltestelle soll nach Wunsch der Stadtverwaltung dann ebenfalls den Namen Platz der Friedlichen Revolution tragen.

Der Stadtrat soll in seiner November-Sitzung über die Pläne abstimmen.

Matthias Roth

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