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Lokales Leuschnerplatz soll zwei Passagen erhalten
Leipzig Lokales Leuschnerplatz soll zwei Passagen erhalten
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00:17 15.09.2016
Zu dem rot umrandeten Bereich haben sich jüngst fünf Architekten-Teams noch mal Gedanken gemacht. Auf Grundlage der hier abgebildeten Arbeit von Wolf/Pelcák soll nun ein Masterplan entstehen.
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Leipzig

 Bei der künftigen Bebauung des Wilhelm-Leuschner-Platzes sollen auch zwei jeweils etwa 45 Meter lange Passagen entstehen. Das sieht der aktuelle Entwurf des Architekten-Teams Wolf/Pelcák vor. Ob diese neu hinzugekommenen Durchgänge verglaste Dächer erhalten, sei aber noch nicht abschließend geklärt, erläuterte Jochem Lunebach, der Leiter des Stadtplanungsamtes. „Auf jeden Fall wird man dort durchlaufen und ebenso durchschauen können, was zusätzliches Leben rings um die Markthalle bringt.“ Wie berichtet, hatte die Kommune im Frühjahr fünf Architektenteams eingeladen, sich noch mal Gedanken über das mittlere Baufeld samt der Markthalle sowie das nördliche Baufeld am Rossplatz zu machen (der rot umränderte Bereich in der Grafik unten).

Im Ergebnis plädierten drei der fünf Arbeiten dafür, die Verlängerung der Leplaystraße nicht mehr gerade über den Leuschnerplatz zu ziehen, sondern etwa in der Mitte des historischen Markthallen-Grundstücks zu verschwenken. Im Bereich des Straßenknicks könnte so ein kleiner Binnenplatz entstehen. Diese Idee, die ursprünglich von einer ehrenamtlichen Initiave Leipziger Architekten stammte, griffen nun nicht nur das Team dieser Initiative, sondern auch das Team Wolf/Pelcák sowie ein Team des Stadtplanungsamtes auf. Laut Lunebach stellten alle Teams ihre Arbeiten den Stadträten im Baufachausschuss vor. Dort habe die Mehrheit dafür plädiert, Wolf/Pelcák mit dem Anfertigen eines Masterplans zu beauftragen. Von diesem Büro stammte schon der Bebauungsplanentwurf für das ganze Leuschnerplatz-Areal. Er ist vor allem wegen der riesigen Freifläche im Westteil des Platzes weiterhin umstritten.

Für die Markthalle warteten die Architekturprofessoren Petr Pelcák aus Brno sowie Ingo Andreas Wolf aus Leipzig nun mit folgender Lösung auf. Die etwa zehn Meter hohe Halle soll an der West- sowie Ostseite mindestens 18 Meter hohe Aufbauten erhalten, die für Wohnungen gedacht sind. Ursprünglich war an der Grünewaldstraße nur eine Schmuckfassade geplant, hinter der die Anlieferzone der Markthalle entstehen sollte. „Es war jedoch der einhellige Wunsch von Politik wie Architekten, die Anlieferzone etwas in Richtung Platzmitte zu verschieben, damit an der Grünewaldstraße ein richtiges Gebäude mit Leben hinter den Fenstern entstehen kann“, so Lunebach dazu.

Bei einigen Punkten – wie der geringen Abstandsfläche zum Bowlingtreff – sollten Wolf/Pelcák im Zuge des Masterplans noch nachbessern, fuhr der Amtsleiter fort. „Den Masterplan erwarten wir für das erste Quartal 2017. Er wird öffentlich ausgelegt – und natürlich kann die Politik dann dazu erneut entscheiden.“

Wie es mit der Vermarktung der Grundstücke weitergeht, hat das Liegenschaftsamt noch nicht entschieden, sagte dort Sprecher Robert Staacke. Bekanntlich soll zumindest das nördliche Baufeld am Rossplatz (samt einem etwa 50 Meter hohen Bürohaus) eine universitätsnahe Nutzung finden. Ein Aspirant dafür ist das Leibniz-Institut für Länderkunde. Dieses hatte im Juli angekündigt, seinen Sitz von Paunsdorf in die Innenstadt zu verlegen.

Von Jens Rometsch

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