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Lokales Lichtfest 2014 wird im Jubiläumsjahr zum Großereignis - Kissinger kommt nach Leipzig
Leipzig Lokales Lichtfest 2014 wird im Jubiläumsjahr zum Großereignis - Kissinger kommt nach Leipzig
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16:39 23.01.2014
Die Gestaltung der Jahreszahl '89 mit Kerzen gehört zum Leipziger Lichtfest dazu. Quelle: dpa
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Leipzig

Für die Ausrichtung bewilligte der Stadtrat am Mittwoch 500.000 Euro. Freistaat und Stadt planen außerdem einen offiziellen Festakt im Gewandhaus. Als Ehrengäste werden dazu die ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger und James Baker erwartet.

Laut Beschlussvorlage ist offenbar auch eine TV-Direktübertragung aus dem Gewandhaus anvisiert. Die Leipziger Tourismus und Marketing GmbH richtet das Lichtfest abermals aus. Als zentrale Veranstaltung werden die Bürger wieder auf der Demonstrationsroute von 1989 um den Innenstadtring geleitet werden. Die gesamte Strecke werde künstlerisch gestaltet, heißt es in dem Dokument für die Stadträte.

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Ähnlich publikums- und medienwirksam hatte Leipzig den 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution gefeiert. Damit habe sich die Stadt "ein Stück weit in die Mitte des europäischen Geschichtsbewusstseins gerückt", sagte Kulturdezernent Michael Faber (parteilos) am Mittwoch in der Ratssitzung.

Faber: Linke-Antrag bringt Lichtfest in Gefahr

Die Linke scheiterte mit einem Antrag, mehr Geld für bürgerschaftliches Engagement beim Jubiläum zur Verfügung zu stellen. Statt 40.000 Euro wollte die Fraktion dafür einen Betrag von 90.000 Euro einplanen. Das wäre zu Lasten des Lichtfest-Budgets gegangen - inakzeptabel für Kulturbürgermeister Faber. "Wir haben schon jetzt 25.000 Euro weniger als 2009 zur Verfügung", rechnete er vor. "Eine weitere Kürzung würde das Lichtfest ernsthaft in Gefahr bringen", so Faber. Der Rat folgte seinen Argumenten und lehnte die Forderung der Linken ab.

Jubiläum ohne Freiheits- und Einheitsdenkmal

Ursprünglich wollte Leipzig zum Jubiläum 2014 auch das Freiheits- und Einheitsdenkmal einweihen. Noch in der Begründung des Finanzierungsantrags ist die Rede davon, dass der Zug um den Ring in diesem Jahr am Platz der Friedlichen Revolution / Wilhelm-Leuschner-Platz enden solle, damit die Leipziger ihn als Standort ihres Freiheits- und Einheitsdenkmals in Besitz nehmen könnten.

Die Preisträger mit ihrem Modell des Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmals: Sophia Petersen, Moritz Schloten, Martin de Mattia und Marc Weis (v.l.). Quelle: André Kempner

Stattdessen schwelt der Streit um die Errichtung des Denkmals weiter, mündete zuletzt sogar in eine Beschwerde des Berliner Architekturbüros Annabau bei der 1. Vergabekammer des Freistaats Sachsens. In einer zweiten Bewertungsrunde war der Sieger der drei prämierten Entwürfe mit dem farbigen Quader-Platz "Siebzigtausend" auf den dritten Rang gerutscht. Das halten die Architekten für nicht nachvollziehbar. Die Entwürfe müssen nun neu bewertet werden, seitdem stockt das Verfahren.

Evelyn ter Vehn

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