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Lokales Lichtfest in der Ostwache: Verein stellt Pläne für Leipziger Stadtteilzentrum vor
Leipzig Lokales Lichtfest in der Ostwache: Verein stellt Pläne für Leipziger Stadtteilzentrum vor
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15:40 13.10.2017
Konzept verdichtet in einer Skizze: So könnte ein vielfältiges Stadtteilzentrum in der alten Feuerwache Ost aussehen.  Quelle: IG Ostwache
Leipzig

 Im Leipziger Osten tut sich was: Der Verein Ostwache engagiert sich gemeinsam mit vielen Akteuren für die Nachnutzung der alten Feuerwache in Anger-Crottendorf. Was jetzt schon möglich ist, stellt der Verein am Samstag bei einem Lichtfest vor – im Hof mit Feuer- und Lichtinstallationen, Musik und mehr. Seit gut zwei Jahren treibt die Initiative das Konzept für ein soziokulturelles Nachbarschaftszentrum an der Gregor-Fuchs-Straße voran.

Möglichkeiten für viele Projekte, solidarische Querfinanzierung durch unterschiedliche Mieten von unterschiedlichen Nutzern – mit dieser Idee sollen Gewerbe und Vereine, Künstler und Café gemeinsam ein Dach über dem Kopf finden. Rund 40 Interessenten brachten bereits Ideen in eine Konzeptwerkstatt ein. Der Verein Ostwache möchte künftig unter dem Dach einer Genossenschaft ein lebendiges Stadtteilzentrum schaffen.

Ausgerechnet beim Brandschutz muss in der ehemaligen Feuerwache nachgebessert werden, Räume sollen für neue Projekte nutzbar gemacht, Barrierefreiheit geschaffen werden. Die Genossenschaft will sich um sicherheitsrelevante Renovierung wie Brandschutz, Heizung, Sanitär und Elektrik kümmern. Gleichzeitig bleibe Platz für Eigenleistungen: „Gewerbliche Nutzungen mit höheren Ansprüchen können investieren, während finanzschwächere Nutzungen auf bauliche Selbsthilfe zurückgreifen“, heißt es in den Plänen.

120 Quadratmeter als Anfang

Vorerst kann sich die Initiative aber nur in einem kleinen Teil des Gebäudes einrichten: Rund 120 Quadratmeter habe die Stadt freigegeben, so Lina Hurlin, Vorstandsvorsitzende des Vereins, auf Anfrage von LVZ.de. "Wir hoffen, dass wir dort bis Ende des Jahres mit einem Vereinsbüro einziehen können", so Hurlin. Ein Großteil der Gebäude werde noch von der Branddirektion genutzt, und nach Informationen des Vereins kann sich der Auszug auch noch bis Mitte oder gar Ende 2018 hinziehen. Dabei wächst gleichzeitig das Interesse an einem soziokulturellen Zentrum. "Wir bekommen fast jede Woche neue Raumanfragen, können aber im Moment nichts für die Leute tun", so Hurlin.

Sie hofft dennoch, dass auf lange Sicht ein Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt zustande kommt. Eine Absichtserklärung der Verwaltung würde dem Projekt gut tun, sagt sie. Mit einem Stadtratsbeschluss vom Januar hat sich die Stadtverwaltung grundsätzlich positiv zur Nachnutzung der Ostwache ausgesprochen.

Am Samstag (14. Oktober) wollen die Verantwortlichen des Vereins Einblick in ihre Arbeit geben.. Von 16 bis 22 Uhr steigt im Hof ein buntes Programm mit vielen Mitmachaktionen, Kunstperformances, Musik und leckeren Speisen. „Beim Frühlingsfest kamen rund 500 Menschen und wir hoffen auf einen ähnlichen Ansturm“, so die Macher.

Von Evelyn ter Vehn

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