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Lindenauer Hafen: Stadt legt Minister Morlok zehn wichtigste Förderprojekte vor

Lindenauer Hafen: Stadt legt Minister Morlok zehn wichtigste Förderprojekte vor

Die Stadt Leipzig geht jetzt in die Offensive, um ein Großprojekt zu retten: die Entwicklung des Lindenauer Hafens mitsamt der Verbindung zum Karl-Heine-Kanal. Im Vorgriff auf ein Spitzentreffen am 24. Juni wurde Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) eine Liste übersandt.

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Der Lindenauer Hafen in seiner heutigen Gestalt.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Sie enthält die zehn wichtigsten Fördervorhaben aus Sicht der Kommune.

Nach LVZ-Informationen soll die "Marina Leipzig-Lindenau" - wie das Hafenprojekt offiziell heißt - auf der Liste "ganz oben" stehen. Die Stadt habe auf Wunsch des Ministeriums erstmals klar gerückt, in welcher Reihenfolge sie für welche Vorhaben so genannte GA-Mittel braucht. Die Abkürzung steht für das Bund-Länder-Programm "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur", das eine 75-prozentige Förderung ermöglicht.

Auf der Liste stehen sechs Vorhaben des Wirtschaftsdezernats im Rathaus, drei Projekte aus dem Baudezernat sowie eins aus dem Umwelt-Bereich. Letzteres ist der geplante Stadthafen nahe der Friedrich-Ebert-Straße - er hat den letzten Platz auf der Liste gefunden.

Viel wichtiger ist der Verwaltungsspitze die Verbindung zwischen Karl-Heine-Kanal und Lindenauer Hafen. Eigentlich sollte der Bau der 665 Meter langen Wasserstraße bereits im April beginnen.

Doch seit einem dreiviertel Jahr gab es im Ministerium wechselnde Begründungen, warum die GA-Förderung für das 8,8 Millionen Euro teure Verbindungsstück nicht bewilligt werden könne. Zuletzt hieß es in Dresden sinngemäß, Leipzig müsse sich entscheiden, ob es lieber Zufahrtsstraßen für neue Unternehmen oder Kanäle bauen wolle. Für alles gebe es nicht genug Geld. Das Ministerium könne der Kommune nicht die Entscheidungen abnehmen.

Um diese Argumentation zu entkräften, hat die Stadt jetzt nicht nur die - noch geheim gehaltene Liste - erstellt und vorab nach Dresden geschickt. Diese Woche Freitag will sich Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) extra mit dem Wirtschaftsminister treffen. Und Morlok dabei eine neue Präsentation zum Lindenauer Hafen vorstellen, die etliche Fakten zum wirtschaftlichen Nutzen des Großvorhabens enthält.

So hätten sich auf eine Anfrage der Stadt vom Dezember 2010 gleich 19 Firmen gemeldet, die im "maritim-touristischen Gewerbegebiet" des Hafens insgesamt bis zu neun Millionen Euro investieren wollen. Darunter drei Bootsbauer, drei Gastschiff-Reedereien, Hoteliers und Gastronomen. 59 Vollzeit-, 26 Teilzeit- und 53 Saisonjobs könnten allein im ersten Jahr entstehen, der Umsatz bei 2,4 Millionen Euro liegen. Das Spektrum am Nordkopf der Marina, die neben dem Zwenkauer See den einzigen technischen Hafen im ganzen Neuseenland bieten soll, wäre noch weiter gefasst. Dort sind bis zu 241 Bootsliegeplätze, Werkstätten, Segelmacherei, Bootstankstelle, ein "technischer Vollservice für Bootsklassen bis zur Kategorie Motorjacht" samt Slipanlage geplant.

In dem Sanierungsgebiet am südlichen Hafenende könnten zudem 60 Millionen Euro private Investitionen ausgelöst werden und 120 dauerhafte Jobs entstehen. Dort hätten namhafte Projektentwickler wie Kondor Wessels und MIB, die Firma Silex und eine Immobilien-Tochter der Deutschen Bank, aber auch Leipziger Wohnungsgenossenschaften großes Interesse angemeldet.

Im Umfeld des Karl-Heine-Kanals seien obendrein mehrere Neunutzungen von Industriebrachen stark abhängig davon, ob der Durchstich zum Hafen erfolgt. Als Beispiele wurden genannt: das 2,2 Hektar große Texafol-Gelände, welches die Firma Weisenburger Bau und Grund aus Halle erworben hat (entwickelt auch die "Wendischen Höfe" in Wahren). Und die denkmalgeschützten Gebäude im Aurelienbogen, deren Sanierung die Firma König-Grundinwest soeben begonnen hat.

Jens Rometsch

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