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Lokales Lindenauer Museumsfeldbahn soll bald bis zum Kanal rollen
Leipzig Lokales Lindenauer Museumsfeldbahn soll bald bis zum Kanal rollen
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00:59 08.02.2014
Die letzten Handgriffe: Wolfgang Bielig (links) und Veit Bruchmann schrauben an einer Diesellok des Typs NS 3. Quelle: André Kempner

"Für den Saisonstart hatten wir schon noch auf ein bisschen Schnee gehofft", sagt der Vereinsvorsitzende Veit Bruchmann, der sich eigentlich auf eine winterliche Tour gefreut hatte. Glühwein und ein wärmendes Lagerfeuer wird es aber trotzdem geben. Im Mittelpunkt steht jedoch der Fuhrpark mit seinen 18 Lokomotiven.

Die Geschichte der 800-Millimeter-Spur-Bahn begann 1856 beim Bau des Karl-Heine-Kanals. Damals spannte man Pferde vor die hölzernen Kipploren, erklärt Bruchmann. Den Kies, der später auf dem Gelände abgebaut wurde, transportierten neben Elektro- auch Dieselloks, von denen vier Exemplare erhalten geblieben sind.

Der wirtschaftliche Betrieb endete 1991. Im gleichen Jahr übernahm der Verein die Bahn und ließ sie unter Denkmalschutz stellen. Inzwischen konnte die Flotte mit Fahrzeugen aus dem Ruhrgebiet, der Schweiz und vom Bodensee sowie einem Eimerkettenbagger, hydraulischen Kipploren und verschiedenen Wagentypen erweitert werden.

"Die Sachen, die da sind, versuchen wir zu erhalten", erklärt der 43-Jährige und ergänzt: "Deswegen sind wir eigentlich ständig am Arbeiten." Das geschieht meist an Samstagen. Dann heißt es, das 1,5 Kilometer lange Streckennetz in Schuss zu halten, an den Loks zu schrauben und Neuzugänge fahrtüchtig zu machen. Bald sind auch die Bauarbeiten an dem neuen Fahrzeug-Depot abgeschlossen.

In ferner Zukunft kommt ein weiteres großes Projekt auf den 25 Mitglieder starken Verein zu: Die Feldbahn soll an das neue Kanalstück angebunden werden. "In die Pläne sind wir voll integriert", freut sich der Eisenbahner. "Es gibt sogar Erweiterungsmöglichkeiten bis zur Lützner Straße."

Eine Fahrt kostet für Erwachsene 3 und für Kinder 1,50 Euro. Der Zugang zur Bahn befindet sich an der Hafenzufahrt Plaut-/Lyoner Straße, wo es auch Parkmöglichkeiten gibt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.02.2014

Felix Forberg

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