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Lokales Linke-Stadträtin Juliane Nagel nennt Leipziger Buchmesse einen „Treffort für Neonazis“
Leipzig Lokales Linke-Stadträtin Juliane Nagel nennt Leipziger Buchmesse einen „Treffort für Neonazis“
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21:21 19.03.2018
Im Vorfeld der Messe: Protestaktion gegen rechte Verlage auf der Leipziger Buchmesse Quelle: dpa
Leipzig

Stadträtin Juliane Nagel (Linke) hat die vergangene Leipziger Buchmesse als „Treffort für Neonazis“ und „Angstraum für Nicht-Rechte“ bezeichnet. In einer Mitteilung am Montag kritisiert sie zudem die Strategie der Buchmesse.

Schon im Vorfeld sollten einige Verlage und Magazine auf Antrag der Linken von der Messe ausgeschlossen werden, der Stadtrat lehnte dies ab. Laut der linken Fraktion sei die Buchmesse nun als „Präsentationsfläche rassistischer und nationalistischer Hetze und rechter Systemumsturz-Phantasien“ genutzt worden. In einem Gespräch zwischen Antaios-Chef Götz Kubitschek und Compact-Chef Jürgen Elsässer rief letzterer mehrfach zum „Sturz des Regimes“ auf. Für die Linke stellt dies eine Bedrohung der Meinungsfreiheit und der Demokratie dar.

Protest auch auf der Messe

Am Wochenende gab es mehrere Protestaktionen gegen rechte Verlage. Gleichzeitig wurden in Halle 3 Vorbeilaufende mit einer Kamera bedrängt, Protestierende eingeschüchtert und beschimpft, so die Linke. Auch die Stadträtin Nagel wurde nach eigener Aussage am Stand des Antaios-Verlages angepöbelt, fotografiert und gefilmt. Menschen, die laut der Linken von ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch machen wollten, seien von einer Veranstaltung des rechtsgerichteten Verlags geprügelt worden. Damit sei die Halle 3 zum „Wallfahrtsort von Neonazis wie den Identitären, Legida- und Pegida-AnhängerInnen und NPD“ geworden.

Nagel fordert kritischen Umgang

Die Messe GmbH täte gut daran, ihre Strategie im Umgang mit den extrem rechten Verlagen sorgfältig und kritisch auszuwerten, forderte Nagel weiter. Laut dem Geschäftsführer der Leipziger Messe, Buhl-Wagner, blieb es aber „größtenteils friedlich“. Dies wird von der Linken angezweifelt. Auch ein Meinungsaustausch der beiden Meinungslager habe es nicht gegeben. Auf der Buchmesse wurden „Freiheit, Vielfalt und Toleranz" (Buhl-Wagner) laut Linke „keinesfalls gewahrt“.

LVZ

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