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Lokales Linke und Initiative für Asylsuchende kritisieren Erhalt der Massenunterkunft Torgauer Straße
Leipzig Lokales Linke und Initiative für Asylsuchende kritisieren Erhalt der Massenunterkunft Torgauer Straße
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21:23 03.12.2014
Das Asylbewerberheim in der Torgauer Straße. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

5,7 Millionen Euro will die Stadt Leipzig in die Erweiterung und Sanierung des Gebäudes in Paunsdorf stecken. Über 500 Asylsuchende sollen dort künftig untergebracht werden. Linken-Stadträtin Nagel fordert hingegen: „Die Schaffung neuer kleinteiliger Unterkünfte sowie die dezentrale Unterbringung muss einen klaren Vorrang vor Massenunterkünften haben.“

Diesen Paradigmenwechsel hatte die Stadt in ihrem Unterbringungskonzept im Jahr 2012 beschlossen. Deshalb sagt Kim Schönberg, Sprecherin der Initiative „Menschen.Würdig“: „Die Stadt unterläuft ihr eigenes Konzept von damals, das nicht nur die Schließung der Torgauer Straße sondern im Stadtgebiet gelegene Gemeinschaftsunterkünfte sowie die Forcierung der dezentralen Unterbringung in Wohnungen vorsieht.“

Zu diesem Thema stellte Nagel eine Anfrage an die sächsische Staatsregierung. Das Ergebnis: Die Quote der dezentral lebenden Asylsuchenden in Leipzig sei im Landesvergleich unterdurchschnittlich, bei 45 Prozent. In Dresden, Chemnitz, Nordsachsen sowie der Sächsischen Schweiz liege die Zahl der in eigenen Wohnungen lebenden Flüchtlinge deutlich höher.

Juliane Nagel von den Linken in Leipzig. Quelle: Wolfgang Zeyen

Auch der sächsische Ausländerbeauftragte Martin Gillo fordere laut Nagel immer wieder eine kleinteilige Unterbringung statt Massenunterkünfte. Fünf Gemeinschaftsunterkünfte mit Platz für bis zu 50 Asylsuchende gibt es derzeit im Stadtgebiet. Drei weitere sind in Leipzig in Planung.

Seit 2012 schiebt die Stadt die Schließung der Torgauer Straße immer wieder auf. Mit dem vorliegenden Beschlussvorschlag soll der langfristige weitere Betrieb der Paunsdorfer Flüchtlingsunterkunft durch den Stadtrat im neuen Jahr besiegelt werden. „Das wird nicht auf Zustimmung der Linken stoßen“, sagt Nagel.

agri

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