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Lokales Lipsia: Größte Rassegeflügelschau der Welt auf Leipzigs Neuer Messe
Leipzig Lokales Lipsia: Größte Rassegeflügelschau der Welt auf Leipzigs Neuer Messe
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17:07 03.12.2017
121. Lipsia-Bundesschau für Rassegeflügel auf der Neuen Messe: Zwerg-Paduaner silber-schwarzgesäumt.  Quelle: Foto: Andre Kempner
Leipzig

Von Zwerg-Paduanern über Perücken- und Lockentauben bis hin zu Afrikanischen Höckergänsen: Allerhand zu bestaunen gab es am Wochenende auf der Neuen Messe in Leipzig: Die 121. Lipsia-Bundesschau für Rassegeflügel und Tauben – weltweit die größte Ausstellung ihrer Art – lockte zahlreiche Tierfreunde vor die Gehege und Käfige. Was für ein Gegurre, Geschnatter und Gekrächze in den beiden Messehallen! Unüberhörbar: Die Hähne! Sie waren die lautesten bei dem tierischen Konzert. Als wollten sie sagen – die Lipsia, das ist unser Revier.

Tatsächlich warben fast 40 .000 Tiere – Hühner, Gänse, Puten, Enten und Tauben – um die Gunst der Preisrichter und Besucher. „Die Tiere stammen aus Hobby-Zuchten von über 3000 Ausstellern aus dem In- und Ausland. Das Interesse der Aussteller geht weit über Europa hinaus“, berichtete Dirk Neumann vom Veranstalter der Schau, dem Leipziger Rassegeflügelzüchterverein Lipsia 1869 (RGZV). „Zur diesjährigen Lipsia können wir auch Gäste aus Asien, Afrika und Amerika begrüßen. Der große Zuspruch aus aller Herren Länder freut umso mehr, da die Lipsia 2016 aufgrund der Vogelgrippe abgesagt werden musste“, so der Vereins-Vize. „In diesem Jahr kann die Schau ihre erfolgreiche Tradition fortsetzen. Das macht umso stolzer, da Sachsen die Wiege der Rassegeflügelzucht ist. Und auch Thüringen seit Jahrzehnten zu den Hochburgen bei der Zucht von Rassegeflügel gehört.“

Von Zwerg-Paduanern über Perücken- und Lockentauben bis hin zu Afrikanischen Höckergänsen: Allerhand zu bestaunen gab es auf der Neuen Messe: Die 121. Lipsia-Bundesschau für Rassegeflügel und Tauben lockte zahlreiche Tierfreunde vor die Gehege.

Über 500 Preisrichter sichteten die Tiere, kürten die Besten. Federkleid, Schnabelform oder Körperbau wurden begutachtet. Entspricht alles dem Idealbild? Ist das Tier robust und gesund? Die Laien unter den Besuchern hatten vor allem ihren Spaß an manchem schrägen Vogel. Zum Beispiel an der vollen, weißen Haube der Zwerg-Holländer-Haubenhühner oder am Kopfschmuck der Perücken-Tauben. Hübsch anzusehen auch Perlhuhn, Pute oder Lockentauben. Ebenfalls nicht zu übersehen – die Chinesentauben. Die Rasse des Jahres 2017.

Allein 230 dieser Tiere brachte der Sonderzüchtungsverein für Chinesentauben aus Calbe mit zur Schau. „Mit China haben diese Tauben allerdings nichts zu tun“, erklärten die Züchter aus Sachsen-Anhalt. „Das Tier wurde vor etwa 150 Jahren aus zwei Tauben-Rassen gezüchtet. Der exotische Name sollte wohl den Verkauf fördern.“ Dabei sorge dafür schon das ungewöhnliche Aussehen: Kragen um den Hals, Federbüschel an den Beinen. Die Schönheit der ausgestellten Tiere sei das eine – die große Vielfalt das andere. „Uns Züchtern ist vor allem der Erhalt der Artenvielfalt wichtig“, betonten Bernd Dietrich aus Taucha und Bernd Ferl aus Thallwitz. „Wir möchten ein Kulturgut, uralte Geflügelrassen aus der ganzen Welt, vor dem Aussterben bewahren“, so die Mitglieder vom Leipziger Rassegeflügelzüchterverein.

Von Ingrid Hildebrandt

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