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Lokales Löwenstark - bemalte Körper lenken Blick von Leipzig nach Südafrika
Leipzig Lokales Löwenstark - bemalte Körper lenken Blick von Leipzig nach Südafrika
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23:59 03.08.2014

Den Bau eines neuen Kinderhospizes mit 50 Betten in der Nähe von Johannesburg, der größten Stadt Südafrikas, plant die Initiative - und bat dafür die Leipziger um Unterstützung. Ein Teil der Kosten für die Ein- richtung werde vom südafrikanischen Staat übernommen, den Rest müsse der Verein mit Spendengeldern selber finanzieren.

Seit 2011 ist die Initiative Löwenmut bereits im Süden Afrikas aktiv: Ein Haus bietet 21 schwerstkranken und behinderten Kindern einen Platz zum Spielen, Leben und manchmal auch zum Sterben. Das neue Hospiz soll verstärkt für junge Patienten aus den armen Townships, den Randbezirken der Großstadt, da sein. Aber nicht nur auf die Betreuung sterbender Kinder wollen sich die Careworker, die Sozialarbeiter, einstellen. Vielmehr wollen sie durch die Vermittlung medizinischer Grundkenntnisse Betroffenen helfen, dass es erst gar nicht so weit kommt. Christine Ose vom Leipziger Hospiz "Advena" in der Birkenstraße in Lindenau, das ebenfalls vom Verein IFB betrieben wird, war in diesem Jahr in Johannesburg, um die Mitarbeiter im Erkennen von Krankheitsbildern zu schulen. "Dort hat mich die wunderbar entspannte Atmosphäre sehr beeindruckt und die Art und Weise, wie die Kinder gepflegt werden", sagte die ausgebildete Krankenschwester und Trauertherapeutin.

Die Entscheidung, sich in Südafrika zu engagieren, reifte in Wolfgang Groh, dem Vorstandsvorsitzenden des IFB, nach einer Reise. Er war schockiert zu sehen, dass Menschen mit Behinderungen in dem sonst so gut entwickelten Land keine Lobby haben. Auch in Leipzig setzt sich der in Wiesbaden ansässige Verein seit mehr als zehn Jahren für Menschen mit Behinderungen ein. Er betreibt vier integrative Kindertagesstätten namens "Känguru", in denen Kinder mit und ohne Einschränkungen gemeinsam in den Gruppen aufwachsen. Die Job GmbH, bei der Menschen mit und ohne Behinderungen im Sinne der Inklusion gemeinsam Hausmeisterdienste und Gebäudereinigung anbieten, gehört zum IFB genauso wie das Hospiz "Advena" und die Zuhause GmbH. Diese ermöglicht behinderten und schwerstkranken Menschen die Betreuung in Pflegeeinrichtungen, aber auch eine 24-Stunden-Intensivpflege in häuslicher Umgebung.

Wer den Verein beim Aufbau des Hospizes in Südafrika unterstützen möchte, kann dies tun unter: www.ifb-loewenmut.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.08.2014

Katrin Kleinod

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