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Lokales Löwin Leila lässt beim Rosensonntagsumzug Konfetti regnen – auch für RB Leipzig
Leipzig Lokales Löwin Leila lässt beim Rosensonntagsumzug Konfetti regnen – auch für RB Leipzig
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08:06 07.02.2018
So sieht die Strecke des Rosensonntagsumzugs am 11. Februar aus.   Quelle: Grafik:
Leipzig

 Leila helau! „Endlich kann ich mal von oben gucken. Da habe ich den besten Überblick“, freut sich Michaela Putschäw, die in diesem Jahr in die Rolle der Löwin Leila, dem Wappentier der Leipziger Narren, schlüpft. Die 31-Jährige gehört dem Carnevalsclub Alte Salzstraße (CC-AS) an, hat dort schon als kleines Kind getanzt. Die ganze Familie, mittlerweile auch ihre beiden Kinder, sind dort dabei. „Schon in der Kindertanzgruppe haben wir Leila immer angehimmelt, nun darf ich sie selbst sein“, schwärmt der Karnevalsfan, der die Tanzschuhe inzwischen an den Nagel gehängt hat. Beim großen Rosensonntagsumzug führt Putschäw die Parade durch die Innenstadt an, an der sich 20 Vereine beteiligen. Beginn ist um 14 Uhr. Löwin Leila fährt auf dem ersten Wagen mit, von dort wird sie winken, Konfetti und Bonbons in die Massen werfen. Das närrische Volk feiert diesmal unter dem Motto „Wir feiern bunt in Leipzigs Herzen – das lassen wir uns nicht verscherzen!“ Und es wird reichlich Konfetti fliegen, wobei die Portitzer die bislang unerreichten Konfetti-Könige sind.

„Wir sind stolz, unser Rosensonntagsumzug ist gut vorbereitet“, betont Steffen Hoffmann, der Präsident des Förderkomitees Leipziger Karneval. Alle Genehmigungen liegen vor, auch die Ausnahmepapiere für LKW, um das Sonntagsfahrverbot bei der Anreise zu umgehen. In diesem Jahr will das Förderkomitee sogar eine eigene, sporadische Lärmmessung vornehmen, da es im Vorjahr „mindestens eine unkonkrete Beschwerde“ gegeben hat. „Mit einer Aussage, das schien uns zu laut, kann ich aber nichts anfangen“, so Hoffmann: „Wir halten uns an die Vorgaben, werden aber keinen leisen Flüsterkarneval veranstalten.“ Zugelassen sind 70, in Spitzen bis 90 Dezibel.

Die Polizei warnt übrigens mit einem Faltblatt vor perfiden Trickdieben, die auch beim Umzug im Gedränge ihr Unwesen treiben können. „Darüber werden wir auch unsere Teilnehmer informieren, damit sie wachsam sind.“ Um die Sicherheit nicht zu beinträchtigen, wird darum gebeten, spitze Gegenstände und Waffenattrappen daheim zu lassen, die nicht auf den ersten Blick von der Polizei als unecht zu erkennen sind.

Der Festumzug startet am Sonntag um 14 Uhr an der Hainspitze am Brühl und verläuft über Hainstraße, Markt (Westseite), Petersstraße, Preußergäßchen, Neumarkt, Reichsstraße, Salzgäßchen zum Markt/Altes Rathaus. Der beste Wagen wird übrigens wieder mit dem „Goldenen Wagenrad“ prämiert. „Wer Lust hat, mit seinem bunten Handwagen mitzulaufen, ist willkommen. Wir freuen uns über jeden, der bunt kostümiert mitmacht“, so Hoffmann.

Auf dem Markt gibt es wie üblich ein buntes Bühnenprogramm mit Tanz, Gesang und allerlei Überraschungen. Höhepunkt ist die Verleihung der „Goldenen Rose“, in diesem Jahr übrigens bereits zum 20. Mal. Dieses „Leibzscher Bliemchen“ bekommt jemand, der sich um Leipzig und den sächsischen Humor verdient gemacht hat. Grafikerin Cathleen Keller hat eine echte Rose vergoldet und diese um Fußballschuhe bereichert. „Der goldene Torjäger“ hat sie ihr Werk genannt. Das deutet schon auf den diesjährigen Preisträger hin, den Verein Rasenballsport Leipzig. Karnevalist Reiner Ihle hat sogar ein Lied „Mein RB-Leipzig“ komponiert. Erwartet werden das Maskottchen Bulli und Torwart-Koordinator Perry Bräutigam.

 Nach dem Umzug wird beim „Leipziger Eistraum“ auf dem Augustusplatz wieder zur Eis-Party mit Leila geladen: „Wer im Kostüm kommt, darf nach dem Programm gratis vor der Oper seine Runden drehen“, wirbt Irina Frink, die Medienbeauftragte des Förderkomitees. Am kommenden Dienstag geht es dort übrigens mit dem großen Eisfasching für Kinder (ab 14 Uhr) weiter. „Und ich gehe auch aufs Eis“, kündigt Löwin Leila an.

Von Mathias Orbeck

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