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Lokales Logistik: Region Halle/Leipzig schon auf Platz drei in Deutschland
Leipzig Lokales Logistik: Region Halle/Leipzig schon auf Platz drei in Deutschland
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11:23 08.07.2016
Das erste Logistikzentrum von eBay Enterprise in Kontinentaleuropa wurde Ende 2015 im Starpark bei Halle eröffnet. Es bietet auf 28 000 Quadratmetern Platz für 13,5 Millionen Waren-Einheiten. eBay beliefert von dort aus Gewerbekunden in ganz Europa.  Quelle: dpa-Zentralbild
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Amazon, DHL, eBay – die Logistik-Region Halle/Leipzig ist nun endgültig in der europaweiten Champions League angekommen. Laut einem Ranking des Forschungsinstituts Bulwiengesa liegt das mitteldeutsche Zentrum unter den 28 Logistik-Regionen der Bundesrepublik inzwischen auf Rang drei – hinter Hamburg und Berlin. „Leipzig/Halle kann mit seiner ungeheuren Dynamik im Investmentmarkt sowie der generellen Flächennachfrage punkten“, schreiben die Analysten, deren Daten unter anderem die Deutsche Bundesbank nutzt. Eine hohe Nachfrage werde auch für das Gebiet rund um Erfurt registriert.

Bei den Investitionen in Logistik-Immobilien kam Halle/Leipzig im Jahr 2014 mit 262 Millionen Euro sogar auf Platz 2 in Deutschland. Im letzten Quartal 2015 sei hier mit 112 .000 Quadratmetern Flächenumsatz das beste Quartalsergebnis aller Zeiten erzielt worden, sagt Stefan Sachse, Geschäftsführer beim Maklerhaus BNP Paribas Real Estate. „Größter Abschluss war mit 48. 000 Quadratmetern der Logistikdienstleister Fiege im Starpark Halle.“

Generell gebe es bei den Neuansiedlungen eine gewisse Verlagerung in Richtung Sachsen-Anhalt. So teilte BNP erst diese Woche mit, dass westlich des Flughafens Leipzig/Halle ein 7400 Quadratmeter großes Paketverteilzentrum für DHL Express gebaut wird. In Leipzig und dem sächsischen Umland seien aktuell 230 .000 Quadratmeter Logistik-Flächen neu projektiert oder schon im Bau, rings um Halle auf dem Gebiet von Sachsen-Anhalt liege die Vergleichszahl weit höher: bei 390. 000 Quadratmetern.

Sachsen-Anhalt verfüge noch über viele erschlossene Gewerbe- und Indus-triegrundstücke zu günstigen Preisen von 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter, erläutert Sachse. „Hinzu kommen dort Fördermittel für Gebäude- und Anlagentechnik. Dem gegenüber stehen im Raum Leipzig Grundstückspreise von 50 bis 100 Euro sowie weitgehend leere Fördertöpfe.“

Dennoch sei die Strahlkraft der modernen Automobilwerke von Porsche und BMW stark genug, um auch den Boom in Leipzig weiter zu befeuern. Zum Beispiel lässt der belgische Entwickler VGP derzeit riesige Hallen an der Fuggerstraße (neben der B2 an der Messe) errichten. Mit den im ersten Abschnitt 22 000 Qua-dratmetern traue sich erstmals ein internationaler Entwickler, hier Logistik-Objekte zu schaffen, deren Flächen nicht schon vorab vermietet wurden, erläutert Sachse: „Das ist der beste Vertrauensbeweis für den Standort.“ In Leipzig mangele es an schnell verfügbaren Flächen, weshalb mehr Firmen ins Umland ausweichen – nach Markranstädt, Borna oder Oschatz.

Leipzig habe erst vor wenigen Tagen beschlossen, nun zügig 130. 000 Quadratmeter nahe dem Flughafen zu erschließen, sagt Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos). Dafür werde dort die Radefelder Allee vierspurig ausgebaut.

Von Jens Rometsch

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