Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Lufthansa-Warnsteik - Lage in Leipzig/Halle: „Wir haben praktisch Totalausfall"
Leipzig Lokales Lufthansa-Warnsteik - Lage in Leipzig/Halle: „Wir haben praktisch Totalausfall"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:13 22.04.2013
Geschlossener Lufthansa-Schalter am Flughafen Leipzig während des Verdi-Warnstreiks am 22.04.2013 Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig/Dresden

Wie andernorts auch wurden sämtliche Lufthansaflüge gestrichen. Die Airline bietet normalerweise an dem Flughafen Verbindungen nach Düsseldorf, München und Frankfurt/Main an.

Das große Chaos blieb allerdings aus. In der Abflughalle wartete am Morgen lediglich eine Touristen-Gruppe auf ihren Start in Richtung Türkei. Auf dem Flughafen Dresden International startete am Morgen um 8.25 Uhr die einzige Lufthansa-Maschine des Tages in Richtung Düsseldorf. Auch hier waren weitere Verbindungen von und nach München und Frankfurt am Main von Streichung betroffen.  

Aktuelle Übersicht der Ablüge vom Flughafen Leipzig/Halle

Aktuelle Übersicht der Ankünfte am Flughafen Leipzig/Halle  

„Wir haben praktisch Totalausfall auf beiden Flughäfen“, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Zwar werde an den beiden sächsischen Flughäfen nicht gestreikt. „Aber das nützt auch nichts“, sagte er. Am Leipzig/Halle Airport sei die Lage ruhig. Ein Chaos habe es nicht gegeben. Die meisten Passagiere seien ja vorab informiert gewesen sagte ein Flughafensprecher. „Es ist nicht schön, aber es ist ruhig“, meinte er. Der Streik sei für alle Partner eine unerfreuliche Geschichte. „Wir hoffen, bald wieder zur Normalität zurückkehren zu können.“  

Die Deutsche Bahn registrierte ein leicht erhöhtes Fahrgastaufkommen. Es würden Züge in Reserve gehalten, sagte eine Bahnsprecherin in Leipzig. Fluggäste der Lufthansa konnten ihre Tickets auf die Bahn umbuchen.  

An den flächendeckenden Streikaktionen beteiligten sich am Montag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mehrere tausend Mitarbeiter. Lufthansa hatte im Vorfeld fast alle Flüge gestrichen. Von insgesamt 1720 geplanten Verbindungen sollten nur 32 starten.  

Verdi fordert im Tarifkonflikt mit Lufthansa 5,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten und Jobgarantien für rund 33 000 Mitarbeiter. Lufthansa hatte die Forderungen mit einem nach Geschäftsfeldern modifizierten und in Teilen erfolgsabhängigen Vergütungsangebot geantwortet.  

Die Warnstreiks sind bereits die zweite Welle in dem Tarifkonflikt bei der Lufthansa. Dabei geht es um die Löhne und Arbeitsbedingungen von rund 33 000 Beschäftigten, vor allem aus den Technik- und Serviceeinheiten. Schon im März waren wegen eines Warnstreiks 700 Flüge der Lufthansa ausgefallen. Die nächste Verhandlung zwischen den Tarifparteien steht am 29./30. April an.

[gallery:500-2317335704001-LVZ]

mpu / dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Obdachlose müssen künftig mehr für eine Übernachtung in Leipzigs Notunterkünften bezahlen. Wie die Ratsversammlung vergangene Woche nahezu einstimmig beschlossenen hat, verteuert sich die Nutzung eines kommunalen Notbetts auf das Doppelte.

22.04.2013

Brücken verbinden, meint man. Zwischen dem Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät der Universität gibt es indes einen vehementen Brücken-Streit.

21.04.2013

Die Stadt Leipzig will 100 Millionen Euro Rücklagen für Risiken bilden, die sich aus verschiedensten Finanzwetten des früheren Wasserwerke-Chefs Klaus Heininger ergeben.

21.04.2013
Anzeige