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Lokales Männeranteil unter AfD-Anhängern in Ostdeutschland nicht größer als im Westen
Leipzig Lokales Männeranteil unter AfD-Anhängern in Ostdeutschland nicht größer als im Westen
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09:20 08.03.2018
Männeranteil unter AfD-Anhängern in Ostdeutschland nicht größer als im Westen Quelle: dpa
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Leipzig

Der Soziologe Holger Lengfeld hat die Wahlpräferenz und die Nähe zu einer Partei anhand von Daten aus drei repräsentativen Umfragen analysiert. Sein Ergebnis: Der Männeranteil unter den AfD-Anhängern ist in Ostdeutschland nicht größer als im Westen. Dort liege er durchschnittlich sogar höher, so die Uni Leipzig am Mittwoch.

25 Prozent im Osten – 13 Prozent im Westen

Bei der Bundestagswahl 2017 stimmten 25 Prozent der ostdeutschen Männer für die AfD - im Westen waren es 13 Prozent. „Aus diesem Befund wurde in der Öffentlichkeit der Schluss gezogen, dass die AfD in Ostdeutschland eine reine Männerpartei sei", so Lengfeld. Diese Datenlage wollte der Soziologe prüfen.

Aus verschiedenen bevölkerungsrepräsentativen Umfragen über das Wahlverhalten der Befragten bei der nächsten Bundestagswahl und ihrer nahestehenden Partei. „Das ist eine sehr wichtige Unterscheidung, denn die konkrete Wahlentscheidung kann taktisch motiviert sein, die Parteibindung unterstellt hingegen eine emotionale Bindung zu den Zielen und der Parteiführung", betont Holger Lengfeld.

Mehr ostdeutsche Frauen sympathisieren mit der AfD

Die Daten belegen laut Lengfeld, dass der Anteil der Männer in Westdeutschland, die mit der AfD sympathisieren, zum Teil wesentlich höher ist als in Ostdeutschland. „Das Bild in der Öffentlichkeit stimmt so also nicht", so der Soziologe weiter. Eine Analyse zeigte zudem, dass in beiden Landesteilen Männer generell häufiger zur AfD neigen als Frauen. Im Vergleich sympathisieren aber mehr ostdeutsche Frauen mit der AfD.

„Wir können nur vermuten, wo die Gründe dafür liegen. Ein Gedanke ist, dass ostdeutsche Frauen mehr und länger arbeiten und dadurch andere soziale Netzwerke aufbauen. Sie können häufiger auch mit Bezugspersonen außerhalb der Familie über politische Themen sprechen und sind in ihrer politischen Willensbildung unabhängiger von männlichen Partnern", erklärt Lengfeld. Auch diese These müsse aber überprüft werden.

dei

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