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Lokales Magazin-Bericht: Altkanzler Kohl bezweifelt Rolle der friedlichen Revolution in Leipzig
Leipzig Lokales Magazin-Bericht: Altkanzler Kohl bezweifelt Rolle der friedlichen Revolution in Leipzig
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10:36 06.10.2014
Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl (Archivfoto) Quelle: dpa
München/Hamburg

Wie es in einem am Montag veröffentlichten Artikel über mehr als zehn Jahre alte Gesprächsaufzeichnungen des CDU-Politikers mit seinem langjährigen Biografen Heribert Schwan heißt, mache Kohl vielmehr die wirtschaftliche Schwäche der Sowjetunion verantwortlich.

„Es ist ganz falsch, so zu tun, als wäre da plötzlich der heilige Geist über die Plätze in Leipzig gekommen und hat die Welt verändert", zitiert der Spiegel. Die Vorstellung, die Revolutionäre im Osten hätten in erster Linie den Zusammenbruch des Regimes erkämpft, sei dem „Volkshochschulhirn von Thierse“ entsprungen, so der Altkanzler mit Bezug auf den ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse (SPD) weiter. Stattdessen musste der sowjetische Präsident Michael Gorbatschow lkaut Kohl beim Studium der Bücher erkennen, „dass er am Arsch des Propheten war und das Regime nicht halten konnte". Der heute 84-Jährige rechne in den Gesprächen mit seinem Ghostwriter Schwan auch drastisch mit seinen Parteifreunden und Weggefährten ab, so das Magazin weiter.

Wie der „Focus“ zudem am Montag berichtet, will Kohl zusammen mit seinen Anwälten juristisch gegen die Veröffentlichung eines Buches seines Biografen Schwan vorgehen. Laut des Magazins, beauftragte Kohl seine Anwälte, die Veröffentlichung des Buches beim Heyne Verlag zu stoppen. Grund des Streits sei der Verdacht, Schwan habe für die Publikation jene 200 Tonbänder aus Gesprächen mit Kohl verwertet, deren Nutzung ihm nach seinem Bruch mit dem Altkanzler vom Oberlandesgericht Köln im August untersagt wurde.  

Über den Streit zwischen Kohl und Schwan muss wohl der Bundesgerichtshof entscheiden. Der Journalist hat in Karlsruhe Revision gegen das Kölner Urteil eingelegt. Danach darf Kohl die 200 Tonbänder behalten. Schwan erhebt als Ghostwriter ebenfalls Anspruch darauf. Kohl war 2001/2002 von Schwan befragt worden.

mpu / dpa

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