Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Mahnwache und Anti-Atom-Protest: Hunderte Leipziger fordern Ende der Kernenergie
Leipzig Lokales Mahnwache und Anti-Atom-Protest: Hunderte Leipziger fordern Ende der Kernenergie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:03 21.03.2011
Hunderte Menschen haben in Sachsen erneut mit Mahnwachen für einen sofortigen Atomausstieg in Deutschland demonstriert und der Opfer der Katastrophe in Japan gedacht. Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

Die Veranstaltung in Leipzig hatte das hiesige Bündnis gegen Atomkraft angemeldet. Die Veranstalter sprachen von bis zu 650 Teilnehmern, die Polizei von bis zu 500.

Gegen 18 Uhr hatten sich die Demonstranten zunächst zu einer Mahnwache auf dem Augustusplatz versammelt, zogen danach durch die Innenstadt und hielten Zwischenkundgebungen vor dem Infobüro der Stadtwerke und der Leipziger Siemens-Niederlassung ab.

Tilman Loos, jugendpolitischer Sprecher der Linkspartei in Leipzig und Mitorganisator der Veranstaltung, wertete den Abend als Erfolg. „Wir haben noch einmal deutlich mehr Menschen als beim letzten Mal mobilisieren können und viel Aufmerksamkeit erzielt“, sagte er gegenüber LVZ-Online. Eine Woche zuvor hatten etwa 200 Leipziger an der ersten Mahnwache teilgenommen.

Leipzig. Den Ausstieg aus der Atomkraft bei den Stadtwerken fordern die Leipziger Grünen vor der am Dienstag stattfindenden Klimakonferenz. „Man muss nüchtern konstatieren, dass die Stadtwerke nach wie vor 19 Prozent Atomstrom im Angebot haben“, sagte Grünen-Vorstandssprecher Jürgen Kasek. Auch Thomaskirchen-Pfarrer Christian Wolff schaltete sich am Montag in die Kernkraft-Diskussion ein.

„Die Ereignisse in Japan zeigen uns auf erschreckende Art und Weise, welches Risiko die Atomenergie mit sich bringt“, sagte Loos und forderte den Ausstieg. Die Proteste am Montag richteten sich auch gegen die Stadtwerke. „In Sachsen gibt es zwar keine Kernkraftwerke, aber die Stadtwerke beziehen weiter Atomstrom und Energie aus fossilen Brennstoffen“, erklärte Loos. In seinem Redebeitrag forderte Marco Böhme, Vorstandsmitglied beim Leipziger Umweltbund „Ökolöwe“, die Bürger dazu auf, auf Strom aus Atomkraft und Kohle zu verzichten. Die Stadt als Eigentümer des Energieunternehmens solle außerdem ihren Einfluss geltend machen. Vorwürfe erhoben die Demonstranten auch gegen Siemens. Der Konzern sei auf vielerlei Weise mit der Atomindustrie verflochten, so Loos. „Siemens liefert Technik und Know-How. Das sind unhaltbare Zustände.“

Auch andernorts hielten Menschen Mahnwachen ab und demonstrierten gegen die Nutzung der Kernenergie. Allein in Dresden gingen nach Angaben der Polizei rund 250 bis 300 Leute auf die Straße. In Sachsen hatte das Bündnis „Ausgestrahlt“ zudem in Chemnitz, Zwickau, Bautzen oder Görlitz zu Protesten aufgerufen.

dpa/maf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Leipziger Medizintechnik-Unternehmen wird für neun Millionen Euro Geräte nach China liefern. Das teilte die Stadt Leipzig am Montag mit. Den Vertrag mit einer Firma aus der Stadt Shenzhen nahe Hongkong unterzeichnete das Unternehmen im Beisein von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

21.03.2011

Die Besucher der Ämter in Leipzig sind unzufrieden mit deren Warte- und Öffnungszeiten. Insgesamt genießt die Stadtverwaltung aber ein gutes Ansehen. Das ist das Ergebnis der Besucherbefragung 2010, deren Auswertung am Montag vom Verwaltungsdezernat vorgestellt wurde.

21.03.2011

Am vergangenen Wochenende haben die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) gemeinsam mit der Polizei Fahrausweiskontrollen durchgeführt. Wie die Verkehrsbetriebe am Montag mitteilten, wurden zwischen Samstagabend 19.30 Uhr und Sonntagmorgen 2.30 Uhr insgesamt 2670 Passagiere überprüft.

21.03.2011
Anzeige