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Mai-Demos in Leipzig: Gewerkschaft protestiert ab Vormittag – Kapitalismusgegner am Abend

Mai-Demos in Leipzig: Gewerkschaft protestiert ab Vormittag – Kapitalismusgegner am Abend

Der „Internationale Tag der Arbeiterbewegung“ am 1. Mai wird in Leipzig auch traditionell wieder einer mit Demonstrationen sein. Neben den Veranstaltungen der Gewerkschaften steht am Donnerstag auch ein Protest von Kapitalismusgegnern auf dem Programm.

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Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am 1. Mai 2011 auf dem Leipziger Augustusplatz. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die unter anderem von der Antifa unterstützte Initiative versammelt sich am Abend in der Leipziger Innenstadt und wird von dort gen Süden marschieren. Die Gewerkschafter laufen bereits am Vormittag mit ihrer Demo in umgekehrte Richtung. Insgesamt vier Veranstaltungen sind für den 1. Mai bei der Stadt angemeldet. Darunter auch eine "Protestaktion gegen Pferderennen", zu welcher die Versammlungsbehörde 15 Teilnehmer erwartet.

Unter dem Titel „Befreite Gesellschaft statt Kapitalismus! Für die soziale Revolution“ wollen sich laut Veranstalter rund 150 Teilnehmer gegen 20 Uhr auf dem Augustusplatz versammeln. Der Aufzug des Bündnisses "1. Mai Leipzig" soll nach Angaben des Ordnungsamtes bis spätestens 24 Uhr in Connewitz angelangt sein. Die Routenführung verläuft vom Augustusplatz aus durch die Innenstadt zum Roßplatz, vom Bayrischen Platz über Bernhard-Göring-Straße und Karl-Liebknecht-Straße weiter Richtung Süden in die August-Bebel-Straße und zum Connewitzer Kreuz bis in die Brandstraße.

Die Demonstration werde durch die Polizei abgesichert, teilte das Ordnungsamt mit. Als Kundgebungsmittel wurde unter anderem ein Lautsprecherwagen angemeldet. Auf der Route ist im besagten Zeitraum mit kurzzeitigen Verkehrseinschränkungen zu rechnen.

Wie es im Aufruf zum Protestmarsch heißt, wenden sich die Teilnehmer gegen „kapitalistisches Krisenmanagement, gegen die kapitalistische Verwaltung unseres Lebens, gegen jede Form der Ausbeutung von Menschen“. In dem im Internet veröffentlichten, sehr umfangreichen Schreiben kritisieren die Initiatoren unter anderem soziale Ungerechtigkeiten nach den Finanzkrisen-Rettungspaketen, warnen vor einem Erstarken des Rechtspopulismus im Zuge der anstehenden Europawahlen, wenden sich gegen den Trend zu konservativen Wertvorstellungen und Rollenbildern, gegen explodierende Mieten nach städtebaulicher Aufwertung und gegen repressive Polizeimaßnahmen.

Später Termin für Polizei kein Problem – DGB-Marsch ab 10 Uhr

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Gleiche Grundfarbe, verschiedene Interessen: Die Plakate für die Demos von Gewerkschaftern und Kapitalismusgegnern.

Quelle: Screenshot

Der späte Demobeginn resultiert aus einer Schwesterveranstaltung in Plauen. Hier wollen am 1. Mai auch Rechtsextreme demonstrieren. Um Gegendemonstranten eine Teilnahme an den Märschen in beiden Städten zu ermöglichen, fällt der Startschuss in Leipzig erst um 20 Uhr. Zumindest für die Polizei ist das kein Problem: „Es ist vielleicht nicht die normalste Zeit für Demos, aber es gibt keine Gründe, die dagegen sprechen“, so Sprecher Andreas Loepki gegenüber LVZ-Online.

Die traditionelle Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes beginnt bereits um 10 Uhr vor dem Volkshaus auf der Karl-Liebknecht-Straße. Unter dem Motto „Gute Arbeit. Soziales Europa.“ geht es anschließend in Richtung Marktplatz, wo ab 11 Uhr unter anderem Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und DGB-Bezirksvorsitzende Iris Kloppich zu den Versammelten sprechen werden. Danach folgt ein Familienprogramm mit Hüpfburg und Musik von DJ Boureni.

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Leipzig. Der „Internationale Tag der Arbeiterbewegung“ am 1. Mai wird in Leipzig auch traditionell wieder einer mit Demonstrationen sein. Neben den Veranstaltungen der Gewerkschaften steht am Donnerstag auch ein Protest von Kapitalismusgegnern auf dem Programm. Die unter anderem von der Antifa unterstützte Initiative versammelt sich am Abend in der Leipziger Innenstadt.

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Matthias Puppe/joka/boh

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