Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Manfred Nestler bleibt Friedensrichter
Leipzig Lokales Manfred Nestler bleibt Friedensrichter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 08.12.2017
Manfred Nestler tritt 2018 seine letzte Amtsperiode als Friedensrichter an.  Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
Anzeige
Grossweitzschen

 Er macht es noch ein letztes Mal: Großweitzschens Friedensrichter Manfred Nestler tritt zum neuen Jahr sechste und letzte Amtsperiode an. Dem stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einmütig zu. Dabei kommt eine Sondergenehmigung des Döbelner Amtsgerichtes zum Tragen, denn mit der erneuten Wahl kommt der 67-Jährige über das Höchstalter von 70 Jahren für diesen Posten. „Der Richter Janko Ehrlich hat keine Ausfallgründe festgestellt“, erklärte Großweitzschens kommissarischer Bürgermeister Jörg Burkert in der Sitzung, die Manfred Nestler als Ratsmitglied für die Entscheidung kurzzeitig verlassen hatte.

Von den anderen Räten gab es nur Lob für den mittlerweile 25 Jahre währenden Einsatz ihres Ratskollegen als Friedensrichter. „Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er das ehrenamtlich macht“, sagte beispielsweise Arne Philipp.

Und doch ist klar, dass Manfred Nestlers Ära als Friedensrichter in spätestens fünf Jahren endet. Daher hat er für die Zukunft bereits eine Lösung erarbeitet. „Eigentlich war ja geplant, dass mein Stellvertreter die Sache jetzt schon übernimmt“, sagt Nestler im Gespräch mit der DAZ. Doch Thomas Malkowski, der den Stellvertreterposten seit knapp zwei Jahren inne hat, sei beruflich zu stark eingeschränkt, um die für Schiedsstellen angebotenen Lehrgänge zu besuchen. „Daher werden wir die Zusammenarbeit etwas ändern: Wir wollen uns jeden letzten Donnerstag im Monat treffen und anstehenden Probleme und Anträge gemeinsam vorbereiten und wenn es mal keine Fälle gibt, dann werde ich ihn anhand von Fallbeispielen an die Aufgabe heranführen“, erklärt Nestler.

Heißt: Der Friedensrichter übernimmt die Ausbildung seines Nachfolgers selbst. In den letzten beiden Jahren hatte Nestler den Löwenanteil der Arbeit übernommen. „Das soll nicht heißen, dass mein Stellvertreter nichts gemacht hat bisher. Das ist eher ein Fehler von mir gewesen, dass ich, weil ich Rentner bin, mir die Arbeit auf den Tisch gezogen habe.“

Jetzt gibt es mit Thomas Malkowski eine klare Absprache: Wenn dessen Amtszeit in drei Jahren endet, wird er sich erneut zur Wahl als Stellvertreter stellen. Sind die fünf Jahre von Manfred Nestler um, kandidiert er als dessen Nachfolger. Damit hat die Gemeinde voraussichtlich fünf Jahre Zeit, einen neuen Stellvertreter zu finden. „Es sind schon Einige an mich herangetreten, die kandidieren würden“, blickte Nestler voraus.

Von Sebastian Fink

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eigentlich sollte Leipzigs neues S-Bahn-System inzwischen eingeschwungen sein – aber die Fahrgastzahlen wachsen auch drei Jahre nach seiner Inbetriebnahme ständig weiter. Jetzt wurde das Angebot nach Halle um 30 Prozent aufgestockt.

07.12.2017

Ein Stromausfall hat am Dienstagnachmittag Chaos bei den Leipziger Verkehrsbetrieben ausgelöst. Die Linien 7 und 8 konnten nicht mehr fahren. Straßenbahnen blieben liegen. Auch auf mehreren Buslinien kam es zu Ausfällen.

05.12.2017

Polizisten mit Schlagstock und Pistole – in Leipzigs Bussen und Straßenbahnen wird das ab Mittwoch zum Alltag gehören. LVB und Polizei wollen künftig bei der Sicherheit noch enger zusammen. Beamte sollen dafür rund um die Uhr bei den LVB mitfahren. Leipzigs OBM begrüßt das.

05.12.2017
Anzeige