Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Marktreif: Intelligenter Fahrassistent für Fuhrpark-Flotten
Leipzig Lokales Marktreif: Intelligenter Fahrassistent für Fuhrpark-Flotten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:08 01.10.2015
Die Macher von Ekoio: Immanuel Rebarczyk, Thomas Kuwatsch, Kristina Hammitzsch, Martin Feige, Philipp Ströhla. Der sechste Mann, Eric Kelm, fehlt auf dem Bild Quelle: Kempner
Anzeige
Leipzig

Ekoio, ein Fantasiewort aus zwei japanischen Begriffen, steht für „nachhaltiges Autofahren“. Kurz gesagt geht es um einen intelligenten Fahrassistenten für Geschäftskunden. Mit einem Stick unterm Armaturenbrett sowie einer App können Fuhrpark-Betreiber ihre Flotte ständig kontrollieren – vom Kilometerstand über Kraftstoffverbrauch bis hin zu Reifenverschleiß, Wartungszustand und Fahrweise der einzelnen Fahrer. Nicht zuletzt sind damit präzisere Aussagen möglich, um welche Uhrzeit eine Lieferung beim Kunden eintreffen wird.

Als „Gründungsurkunde“ der Firma diente eine Papierserviette: Auf der skizzierten Immanuel Rebarczyk (31) und Thomas Kuwatsch (39) im Januar 2013 die Idee für ihr Startup. Aus den beiden Visionären sind seitdem sechs Gründer geworden. Diese sechs Personen sind auch schon die komplette Firma, die ihren Sitz in der Spinnerei hat. Hinzu gekommen ist unter anderem Philipp Ströhla (29), der seine Diplomarbeit an der Westsächsischen Hochschule Zwickau zum Fahrassistenten geschrieben hat.

Inzwischen recken die Gründer stolz ihre streichholzschachtelgroßen Sticks in die Luft: „Wir sind jetzt so weit, dass wir Fuhrparks ausstatten können“, sagt Thomas Kuwatsch. Ein großes deutsches Logistikunternehmen ist bereits an Bord; deutschlandweit werden Kunden angesprochen. Der Jahrespreis für einen Fahrassistenten – gefertigt in China – beginnt bei 300 Euro pro Fahrzeug. Nach oben sind je nach Kundenwünschen keine Grenzen gesetzt. Doch die Leipziger sind natürlich nicht die Einzigen, die sich mit dem Wachstumsthema Car Connect befassen: Ein illustres Feld von Mitbewerbern tummelt sich in Europa und den USA. Bereut haben die Gründer dennoch nie, dass sie unbekanntes Terrain betreten haben: „Wir sind stolz darauf und freuen uns, was wir im Team geschaffen haben“, so Immanuel Rebarczyk.

„Leben können wir von Ekoio noch nicht“, gesteht Thomas Kuwatsch. Bisher sind 240 000 Euro in das Projekt geflossen. Das Geld kam zum einen über ein Exist-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft. Es ermöglichte drei Leuten die Vollzeit-Existenz. Alle anderen mussten – und müssen bis jetzt - zusehen, dass sie mit Zweitprojekten über die Runden kommen. Außerdem hat der Fernsehsender Pro 7 das Startup unterstützt, und es gab EU-Fördermittel.

Im Frühjahr 2016 muss die Gewinnschwelle allerdings durchbrochen werden, denn dann läuft das Anschlussstipendium aus. In fünf Jahren will Ekoio nicht nur für Pkw, sondern auch für Lkw und Zweiräder Lösungen anbieten. „Und wir wollen in Deutschland eine Marktabdeckung von 50 Prozent erreicht haben“, blickt Kuwatsch in die Zukunft.

Am 21./22. Oktober findet die erste Startup-Safary in Leipzig statt. Rund 130 Gründerfirmen öffnen ihre Türen zum Kennenlernen.

www.ekoio.com, http://leipzig.startupsafary.com

Von Kerstin Decker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit Januar 2014 ist das nördliche Ende der Karl-Liebknecht-Straße Großbaustelle, geht für Anwohner und Reisenden hier nicht viel. Doch inzwischen gibt es Licht am Ende des Tunnels.

01.10.2015

Bewusst hat sie die DDR nicht mehr erlebt, doch sie gilt als deren „letzter Schrei“: Sarah Klier ist am letzten Tag des alten Staates geboren, zwei Minuten vor dem 3. Oktober 1990.

Lokales Stadt will Sieger am Donnerstagabend bekanntgeben - 30 Bewerber für Leipziger Architekturpreis - Fotos aller Gebäude

Alle zwei Jahre vergibt die Stadt Leipzig ihren Architekturpreis. Es ist gewissermaßen der Oscar für die besten Bauten, die hier in jüngster Zeit neu entstanden oder maßgeblich umgebaut worden sind. 30 Bewerbungen lagen der hochkarätig besetzten Jury bei der nunmehr neunten Auflage des Preises vor.

01.10.2015
Anzeige