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Marktreif: Intelligenter Fahrassistent für Fuhrpark-Flotten

Startup-Szene Leipzig Marktreif: Intelligenter Fahrassistent für Fuhrpark-Flotten

Am Anfang steht immer eine visionäre Idee. Bis sie zur Marktreife entwickelt ist, braucht es einen langen Atem, durchgearbeitete Nächte und die ständige Suche nach Finanzierungsquellen. Die LVZ stellt Leipziger Gründer vor, die mit ihrem Startup auf dem Weg zum „richtigen“ Unternehmen sind. In dieser Folge: die Firma Ekoio.

Die Macher von Ekoio: Immanuel Rebarczyk, Thomas Kuwatsch, Philipp Ströhla, Kristina Hammitzsch, Martin Feige. Der sechste Mann, Eric Kelm, fehlt auf dem Bild.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Ekoio, ein Fantasiewort aus zwei japanischen Begriffen, steht für „nachhaltiges Autofahren“. Kurz gesagt geht es um einen intelligenten Fahrassistenten für Geschäftskunden. Mit einem Stick unterm Armaturenbrett sowie einer App können Fuhrpark-Betreiber ihre Flotte ständig kontrollieren – vom Kilometerstand über Kraftstoffverbrauch bis hin zu Reifenverschleiß, Wartungszustand und Fahrweise der einzelnen Fahrer. Nicht zuletzt sind damit präzisere Aussagen möglich, um welche Uhrzeit eine Lieferung beim Kunden eintreffen wird.

Als „Gründungsurkunde“ der Firma diente eine Papierserviette: Auf der skizzierten Immanuel Rebarczyk (31) und Thomas Kuwatsch (39) im Januar 2013 die Idee für ihr Startup. Aus den beiden Visionären sind seitdem sechs Gründer geworden. Diese sechs Personen sind auch schon die komplette Firma, die ihren Sitz in der Spinnerei hat. Hinzu gekommen ist unter anderem Philipp Ströhla (29), der seine Diplomarbeit an der Westsächsischen Hochschule Zwickau zum Fahrassistenten geschrieben hat.

Inzwischen recken die Gründer stolz ihre streichholzschachtelgroßen Sticks in die Luft: „Wir sind jetzt so weit, dass wir Fuhrparks ausstatten können“, sagt Thomas Kuwatsch. Ein großes deutsches Logistikunternehmen ist bereits an Bord; deutschlandweit werden Kunden angesprochen. Der Jahrespreis für einen Fahrassistenten – gefertigt in China – beginnt bei 300 Euro pro Fahrzeug. Nach oben sind je nach Kundenwünschen keine Grenzen gesetzt. Doch die Leipziger sind natürlich nicht die Einzigen, die sich mit dem Wachstumsthema Car Connect befassen: Ein illustres Feld von Mitbewerbern tummelt sich in Europa und den USA. Bereut haben die Gründer dennoch nie, dass sie unbekanntes Terrain betreten haben: „Wir sind stolz darauf und freuen uns, was wir im Team geschaffen haben“, so Immanuel Rebarczyk.

„Leben können wir von Ekoio noch nicht“, gesteht Thomas Kuwatsch. Bisher sind 240 000 Euro in das Projekt geflossen. Das Geld kam zum einen über ein Exist-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft. Es ermöglichte drei Leuten die Vollzeit-Existenz. Alle anderen mussten – und müssen bis jetzt - zusehen, dass sie mit Zweitprojekten über die Runden kommen. Außerdem hat der Fernsehsender Pro 7 das Startup unterstützt, und es gab EU-Fördermittel.

Im Frühjahr 2016 muss die Gewinnschwelle allerdings durchbrochen werden, denn dann läuft das Anschlussstipendium aus. In fünf Jahren will Ekoio nicht nur für Pkw, sondern auch für Lkw und Zweiräder Lösungen anbieten. „Und wir wollen in Deutschland eine Marktabdeckung von 50 Prozent erreicht haben“, blickt Kuwatsch in die Zukunft.

Am 21./22. Oktober findet die erste Startup-Safary in Leipzig statt. Rund 130 Gründerfirmen öffnen ihre Türen zum Kennenlernen.

www.ekoio.com, http://leipzig.startupsafary.com

Von Kerstin Decker

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