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Marode Kuppel: Moskau spendet 250.000 Euro für Russische Gedächtniskirche Leipzig

Marode Kuppel: Moskau spendet 250.000 Euro für Russische Gedächtniskirche Leipzig

Frost, Schnee und Regen haben ihr über Jahrzehnte zugesetzt. Von außen sind die Risse nicht zu erkennen, aber innen bröckelt der Putz ins Fangnetz. Durch die Maschen klettert der Blick über den 800-Kilo-Leuchter rund 40 Meter hoch in die Kuppel der Russischen Gedächtniskirche.

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Die Kuppel der Russischen Gedächtniskirche ist in ihrer Substanz bedroht. Der Putz bröckelt.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Der Turm ist so marode, dass jetzt schleunigst saniert werden soll. 250.000 Euro spendet Moskau. Doch erstmal muss Leipzig 60.000 Euro für die Planung locker machen.

"Die Analysen an der Kuppel haben ergeben, dass es für die Besucher gefährlich werden kann, wenn nichts geschieht", sagt Erzpriester Alexej Tomjuk am Dienstag gegenüber LVZ-Online. Das Kulturdezernat geht bis 2012 von mehr als 800.000 Euro Kosten aus, um den denkmalgeschützten Turm auf Vordermann zu bringen. Fest eingeplant ist eine 250.000-Euro-Spende, die Oberbürgermeister Burkhard Jung im September bei seiner Reise zur „denkmal“-Messe in Moskau loseiste. Der Rest soll aus Fördertöpfen von Bund und Land abgeschöpft werden.

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Leipzig. Die Sanierung der Russischen Gedächtniskirche in Leipzig dauert länger als geplant. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, seien größere Schäden unter anderem an der Turmzwiebel und am Turmkreuz entdeckt worden. Bis zum 100-jährigen Bestehen im Oktober wird die Kirche damit nicht fertig. Die vergoldete Kupferhaube müsse komplett erneuert werden, was den Abschluss der Arbeiten verzögere.

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„Die Planungen für die Bauarbeiten sind beauftragt“, hieß es am Dienstag von Seiten der Stadt. Am Donnerstag beschäftigt sicht der Stadtbezirksbeirat Mitte mit der Finanzierung,  60.000 Euro sind fällig. Die Zeit drängt, denn bis zu den Jubiläums-Feierlichkeiten „200 Jahre Völkerschlacht“ 2013 soll die Kirche schmuck und sicher sein. Die Turmsanierung muss deshalb im Juni nächsten Jahres beginnen. „Bis Weihnachten wird die Kirche dann wohl für Besucher gesperrt“, mein Tomjuk.

Repräsentatives Glasmosaik hielt als Abdeckung nicht dicht

Nach russischen Plänen stellten deutsche Architekten die Kirche 1913 fertig, ein wichtiger Ort der Erinnerung an die Völkerschlacht 100 Jahre zuvor. Möglichst schön und repräsentativ sollte der Bau sein, erklärt Tomjuk. Deshalb bekam der Turm auch keine Blechabdeckung, sondern ist mit einem Glasmosaik belegt, das gelb und goldfarben glänzt.

Als Abdichtung für das Bauwerk taugte das Mosaik nicht. Nach den aktuellen Planungen der Stadt muss die Verkleidung ab. Vermutlich muss ein großer Teil des Glasmosaiks aus neuen Steinchen hergestellt werden. Auch die Sandsteinrippen und Fenstereinfassungen müssen für die Sanierung runter vom Turmhelm. Alles, was geht, soll wiederverwendet werden. Außerdem muss die Abdeckung richtig dicht gemacht werden. "Die Kirche ist in ihrer altrussischen Bauweise einmalig in Deutschland", betont Erzpriester Alexej Tomjuk.

Die Völkerschlacht ist auch für Russland ein wichtiges Datum. „Es geht ja hier wie dort um die Befreiung von der Herrschaft Napoleons“, sagt der Erzpriester. In seiner Heimat feiert man bereits 2012 den 200. Jahrestag der Schlacht bei Borodino. In Leipzig wird der 100. Jahrestag der Weihe der Russischen Gedächtniskirche im Oktober den Auftakt zum großen Jubiläumsprogramm 2013 bilden. Tomjuk: „Wir erwarten viele Gäste aus Russland.“

Evelyn ter Vehn

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