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Lokales Maßarbeit auf den letzten Metern: Schiffs-Transport erreicht den Markkleeberger See
Leipzig Lokales Maßarbeit auf den letzten Metern: Schiffs-Transport erreicht den Markkleeberger See
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17:04 31.03.2014
Das Schiff für den Markkleeberger See am letzten Nadelöhr in Wachau. Quelle: Jörg ter Vehn
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Leipzig
Leipzig. Gegen Mitternacht war es soweit: Der Schwerlasttransport mit dem Schiff für den Markkleeberger See näherte sich dem Hafen Auenhain. Doch in Wachau ging es zuvor durch ein Nadelöhr. In mehr als zwei Stunden leistete das Team um Transportleiter Friedhelm Biermann Millimeterarbeit, um das Schiff heil von der Liebertwolkwitzer Straße auf die Bornaer Chaussee zu bringen.

Dass die Kreuzung zu eng sein würde für den 67 Meter langen Transport, war von vornherein klar. Ampelanlagen und eine Bushaltestelle waren im Weg. Am Donnerstag und Freitag wurde deshalb eine provisorische Abkurvung über den Acker gebaut. Arbeiter schütteten einen Graben zu, verlegten extra Platten für den 150-Tonnen-Koloss. An einer Grundstücksmauer vorbei, durch den Raum zwischen einem Lichtmasten und einen Baum hindurch sollte der 22-Achser nun passen.

Fahrer Frieder Sam rangierte mit Engelsgeduld, schob den Transport um Haaresbreite an der Einfriedung einer angrenzenden Pension vorbei. Der Baum wurde leicht touchiert, blieb aber letztendlich unversehrt. Schließlich war noch ein Schild im Weg, das wurde kurzerhand abmontiert.

Die letzten Meter

Ziel erreicht: Das Fahrgastschiff liegt jetzt am Markkleeberger See. Quelle: Jörg ter Vehn

Gegen 2.30 Uhr war das Schiff auf der Zielgeraden. Der Transport konnte nun über die Bornaer Chaussee zum Anleger Auenhain gelangen. Dort werden bis Mittwoch die Aufbauten - zwei Etagen - auf dem Fahrgastdampfer befestigt. Kräne heben den Koloss auf eine Helling. Auf den Rohren dieser Vorrichtung soll das Schiff am Mittwoch ins Wasser gleiten.

Das Passagierschiff ist seit Freitag unterwegs, machte am Wochenende einen Zwischenstopp auf einem Parkplatz an der A14. Zum Teil musste der Transport beim Straßenwechsel die Abfahrten statt der Auffahrten nutzen. Wo es besonders eng wurde, funktionierte der Fahrer die Zugmaschine zum Schubfahrzeug um, um besser rangieren zu können. Auf dem Weg vom Alberthafen in Dresden Richtung Leipzig mussten insgesamt 20 Schilder abmontiert werden, um freie Bahn für den Transport zu schaffen.

Jörg ter Vehn / lyn

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