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Lokales Massenauflauf in der Südvorstadt: Es geht um die Anmeldung für Kita-Plätze in Leipzig
Leipzig Lokales Massenauflauf in der Südvorstadt: Es geht um die Anmeldung für Kita-Plätze in Leipzig
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18:29 13.05.2017
Schlangestehen in der Lößniger Straße. Quelle: Privat
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Die Szenerie wirkte wie eine Spontandemonstration am Sonnabend in der Leipziger Südvorstadt. Rund 450 Menschen standen in der Lößniger Straße auf dem Fußweg und der Fahrbahn. Dicht gedrängt schoben sie sich Stück für Stück vorwärts, dazwischen tauchte immer wieder ein Streifenwagen der Polizei auf. Die jungen Familien wollten allerdings nur einen Anmeldeschein ausfüllen. „Das habe ich noch nicht erlebt“, sagte Julia Schütze von der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Der Träger vergibt in der neu gebauten Kindertagesstätte „Tillj“ bis zum Ende des Monats 45 Krippen- und 120 Kindergartenplätze. „Wir suchen seit mehr als einem Jahr einen Platz und hoffen nun hier etwas zu bekommen“, sagte Kay Thunig, der ebenfalls in der Schlange steht. Der junge Vater hat es schon mehrfach über Onlineanmeldungen versucht. „Die Kindergärten sind mit diesem System aber vielfach überfordert“, glaubt er. Trotz des Gedränges sei bei den Wartenden als friedlich und entspannt abgelaufen.

„Unsere Kräfte mussten aber ordnend eingreifen“, hieß es aus dem Führungs- und Lagezentrum der Polizei. Thunig berichtet auch von Beschwerden, weil sich so viele Menschen in der Nebenstraße breit machen. Die Polizei habe sogar gedroht, die Ansammlung aufzulösen.

Von 10 bis  12 Uhr bestand an diesem Sonnabend die Anmeldechance. Am kommenden Sonnabend öffnen die Johanniter noch einmal für zwei Stunden. Thunig und seine Mitbewerber müssen dann bis Ende Mai warten. Bis dahin sollen alle Zusagen im heimischen Briefkasten liegen.

mro

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