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Masterplan für die mitteldeutsche Gewässerlandschaft

Masterplan für die mitteldeutsche Gewässerlandschaft

Einen Masterplan für die mitteldeutsche Gewässerlandschaft haben die Stadt Leipzig und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Anhalt-Bitterfeld, Dessau und Wittenberg in einem tourismuswirtschaftlichen Gesamtkonzept vorgelegt.

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Quelle: André Kempner

Leipzig. Darin werden sowohl Chancen und Potenziale für die Region aufgezeigt, als auch Anforderungen an einen zukunftsorientierten Fremdenverkehr gestellt.

"Wir haben damit ein informelles Instrument, das nicht das Planungsrecht der Kommunen berührt", erklärt Angela Zabojnik, Abteilungsleiterin im Leipziger Amt für Stadtgrün und Gewässer. Es zeige einen Rahmen auf, in dem sich die Region bis 2030 weiterentwickeln könne. Jetzt müssten konkrete Projektideen folgen, Genehmigungen dafür eingeholt und Kapital akquiriert werden.

17 Monate lang haben Experten den Zustand des Gewässertourismus in den an das Konzept angeschlossenen kreisfreien Städten Leipzig, Halle und Dessau-Roßlau sowie sieben Landkreisen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen untersucht. "Mit 6500 Quadratkilometern ist die Gewässerlandschaft im mitteldeutschen Raum zweieinhalb Mal größer als das Saarland", hebt Hartmut Rein, Geschäftsführer der Berliner BTE Tourismus- und Regionalberatung, hervor, der das Konzept mit betreute. Es gebe 30 Seen mit einer Fläche von jeweils mehr als einem Quadratkilometer sowie Flüsse auf einer Länge von 518 Kilometern.

"Das Rahmenkonzept richtet sich an Kommunen und Verbände, private Akteure und Investoren", erklärt Rein. Zentrale Bausteine des Masterplanes sind zehn Leuchtturmprojekte. Dazu zählt der Vorschlag, Mitteldeutschland als Modellregion für innovatives Übernachten am und auf dem See zu positionieren. Außerdem setzen die Gutachter auf eine verbesserte und erweiterte Nutzung städtischer Wasserwege, die Schaffung neuer Gewässerverbindungen, den Ausbau der kulturellen Angebote am Wasser, die Etablierung von Ausstellungszentren, die Schaffung einer Infrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie die Einführung eines länderübergreifenden Fahrscheinsystems, das verschiedene Transportmittel zu Lande und zu Wasser stärker als bisher verkettet. Rein nennt ein Beispiel. "Entgegen der herkömmlichen Vorstellung, sie sei nur etwas für alte Leute, nimmt die Fahrgastschifffahrt zu", sagt er. "Aber um so einen Trend bedienen zu können, sind Investitionen notwendig." Oft genügten Schiffe heutigen Anforderungen nicht mehr - Stichworte: Barrierefreiheit, Toiletten, Fahrradmitnahme. Der Professor sieht für die mitteldeutsche Wasserlandschaft einen grundlegenden Vorteil. "Es gibt hier noch viel Gestaltungsspielraum. Andere Regionen müssen mit dem klarkommen, was sie haben." Ein Manko sei aber die nach wie vor mangelhafte Abstimmung zwischen den Beteiligten. "Es bedarf einer überregionalen Vernetzung", so Rein. "Das kann man sofort beginnen, dazu braucht es kein großes Geld, sondern Akteure."

Nach den Worten von Nicola Dehnen von der Consulting-Firma DIW Econ, löst der Tourismus "große Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekte" aus. Zwischen 2002 und 2012 entfielen in der mitteldeutschen Gewässerlandschaft 31 Milliarden Euro auf die Branche. 3,1 Milliarden Euro davon investierte die öffentliche Hand, den Rest gaben allein die Touristen aus. Das damit verbundene Steueraufkommen beläuft sich auf 400 Millionen Euro pro Jahr. 2011 waren in der Region 54 200 Jobs vom Tourismus abhängig. Der Anteil des Fremdenverkehrs an der Wertschöpfung liege bei 5,5 Prozent. "Der Tourismus", so Dehnens Fazit, "hat Entwicklungspotenzial und ist als Wirtschaftsfaktor für die Region sehr bedeutsam."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.02.2015

Klaus Staeubert

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