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Lokales Max-Klinger-Treppe kehrt endgültig an ihren historisch angestammten Platz zurück
Leipzig Lokales Max-Klinger-Treppe kehrt endgültig an ihren historisch angestammten Platz zurück
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14:10 26.11.2010
Leipzig

435.000 Euro ließ sich die Kommune das Projekt kosten. 80 Prozent davon flossen aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz Innenstadt Leipzig", die übrigen 20 Prozent aus dem städtischen Haushalt und Spenden.

„Mit der Wiederrichtung der Treppenanlage wird der Stadt nicht nur ein lange verloren geglaubtes Bauwerk wiedergegeben, sondern auch der Zugang von den Promenadenanlagen in das Zentrum nach 40 Jahren wieder geöffnet", sagte Jung am Freitag. Er erhoffe sich von der Klinger-Treppe zudem eine Art Initialzündung zur Umgestaltung des geschichtsträchtigen Areals um die Große Fleischergasse 12. Schließlich habe sich hier die „Keimzelle" der Stadt, die Burg „Urb Lipzi" befunden.

Leipzig. Die wieder errichtete Treppenanlage des Leipzigers Künstlers Max Klinger ist am Freitag offiziell freigegeben worden. In Anwesenheit von Oberbürgermeister Burkhard Jung und Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal kehrte das historische Bauwerk damit entgültig an seinen ursprünglichen Platz zurück. 435.000 Euro ließ sich die Kommune das Projekt kosten.
Der Bildhauer Max Klinger war 1903 von einem eigens gebildeten Komitee beauftragt worden, ein Denkmal für Richard Wagner zu schaffen. Er entwarf eine aufwändig gestaltete doppelläufige Monumentaltreppe, die den Rahmen für dieses Denkmal bilden sollte. Die Grundsteinlegung fand am 22. Mai 1913 statt. Zwar wurde in der Folge die Treppe errichtet. Das geplante Denkmal konnte jedoch nie aufgestellt werden, weil Klinger 1920 starb, ohne es fertiggestellt zu haben. Lediglich die Arbeiten an dem drei Meter hohen Denkmalsockel aus Marmor waren relativ weit fortgeschritten. Er fand im Klingerhain ein provisorisches Zuhause.

In den 1970er Jahren wurde die gesamte Anlage im Zusammenhang mit dem Bau des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR beseitigt und eingelagert. 1990 waren die Teile am ursprünglichen Lagerplatz allerdings nicht mehr auffindbar. 1991 entdeckten Mitarbeiter des Grünflächenamtes einen großen Teil der mehr als 200 Einzelteile aus Riesengebirgsgranit am Fuße der früheren Mülldeponie an der Leinestraße.

Antje Henselin-Rudolph

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