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Lokales Mecklenburger AC/DC-Fan reist mit besonderem DDR-Gespann zum Konzert an
Leipzig Lokales Mecklenburger AC/DC-Fan reist mit besonderem DDR-Gespann zum Konzert an
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18:08 01.06.2016
Johannes Paschke mit seinem besonderen Fan-Gefährt in Leipzig.  Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

 „Schon 1975 kam ich zum ersten Mal mit der Musik von AC/DC in Berührung“, erklärt der 61-jährige Umzugsunternehmer kurz vor dem Auftakt in der Red Bull Arena. „Damals machte es der Eiserne Vorhang noch schwer, an solche Platten zu kommen. Ein Kumpel von mir fuhr damals zur See und brachte mir ein Album von AC/DC mit.“ Seitdem ist Paschke glühender Fan und hat die Band unzählige Mal live gesehen.

Seit der Wendezeit tritt der 61-Jährige aus Lübz in Mecklenburg-Vorpommern die Auswärtsfahrten mit einem Trabi samt Wohnwagen an. „Beide Fahrzeuge sind natürlich noch in der DDR gefertigt worden, vom Pkw gibt es sogar nur noch 400 Stück“, so Paschke. Die Liebeserklärung an die australischen Musiklegenden erfolgte mittels einer prägnanten Beklebung: Der weltbekannte Band-Schriftzug prangt in grellem Orange an den Heckscheiben und den Seiten des Anhängers.

„Zusammen mit meinen Söhnen habe ich mir den Gag ausgedacht. Eine Bekannte hat mir dann bei der Realisierung geholfen. Mir war es wichtig, dass es nicht kitschig, sondern ordentlich aussieht.“ In den vergangenen Jahren reiste der Musikliebhaber bereits quer durch die Republik, um seine Favoritenband in Fleisch und Blut zu sehen. In Leipzig kann er nun mit der bereits zehnten Oldie-Anreise ein rundes Jubiläum feiern.

„Axl Rose macht das prima“

Auch auf der aktuellen Tour war Paschke bereits am Start. In Hamburg gab es aber auch für den langjährigen Fan eine Premiere, denn zum ersten Mal sah er AC/DC mit dem neuen Frontmann Axl Rose an Bord. Der ehemalige Sänger von Guns N‘ Roses wurde kürzlich als Nachfolger von Brian Johnson vorgestellt, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Hits wie „TNT“ oder „Highway to Hell“ schmettern kann.

Paschke hat eine hohe Meinung vom neuen Shouter: „In Hamburg hat er das super gemacht, absolut top. Er hat seinen eigenen Stil, fügt sich aber gut in das Gebilde ein und wenn man die Augen schließt, kommt er sehr nahe an das Original heran.“ Der Konzertbesuch in der Messestadt hat für den 61-Jährigen nur einen Wermutstropfen: Sein Gespann durfte er nicht in der Nähe des Stadions bei den Fans parken. Dem machte die Polizei wegen einer fehlenden Umweltplakette einen Strich durch die Rechnung.

Von Marc Bohländer

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