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Lokales Mehr Feuerwehrleute: Leipzig stellt Stufenplan auf – Gewerkschaft plant trotzdem Demo
Leipzig Lokales Mehr Feuerwehrleute: Leipzig stellt Stufenplan auf – Gewerkschaft plant trotzdem Demo
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21:32 05.09.2014
Die Feuerwehrproteste in Leipzig reißen nicht ab. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Das Budget von 1,25 Millionen Euro soll bereitgestellt und die zusätzlichen Kräfte bis 2016 eingestellt werden. Damit ginge die Abschaffung unbezahlter Mehrarbeit einher. Der Feuerwehrgewerkschaft DeFeuG geht das aber zu langsam. Am Montag startet sie die nächste Protest-Demo.

Bisher arbeiten rund zwei Drittel der Leipziger Feuerwehrleute aufgrund einer individuellen Vereinbarung bis zu 52 Stunden pro Woche, vier davon unentgeltlich. Bis zum Ende des Jahres, so die Vorlage, könnten bis zu 40.000 Stunden Mehrarbeit anfallen.

Bis 2016 soll damit Schluss ein. Ziel ist die Einführung der 48-Stunden-Woche im 24-Stunden-Schichtsystem für alle Feuerwehrleute. Erster Schritt: Noch 2014 sollen fünf Feuerwehrleute aus dem Rettungsdienst in den Einsatzdienst umgeschichtet werden. Dafür müssten fünf Rettungsassistenten eingestellt werden. Weitere 16 Stellen sollen in einem Stufenmodell bis 2016 besetzt werden.

DeFeuG befürchtet Schließung von kleinen Wachen

Feuerwehrmann und Gewerkschafter Matthias Walther. Quelle: privat

„Wir wenden uns jetzt gezielt an die Stadträte und hoffen, dass sie dem Vorschlag am 17. September nicht zustimmen“, sagt Matthias Walther, Sprecher der Gewerkschafts-Landesgruppe Sachsen. Aus Sicht vieler Feuerwehrleute sei eine Übergangsphase von eineinhalb Jahren unzumutbar, so die Gewerkschaft. Die Sicherheit leide, wenn über Monate Löschfahrzeuge und Spezialtechnik nicht besetzt werden könnten.

Und eine weitere Sorge formuliert Walther: Von der Aufnahme des Notrufs bis zum Eintreffen der Feuerwehr sollen in Leipzig nicht mehr als acht Minuten vergehen. „Wir fürchten, dass wir diese Zeiten nicht halten können“, so der Gewerkschafter. Wenn Anfang 2015 die neuen Feuerwachen Leipzig-Südwest und Leipzig-Nordost in Betrieb gehen, könnten möglicherweise kleinere Wachen in Randlagen aus Personalmangel geschlossen werden.

„Wir wollen den Druck erhöhen und planen jetzt jede Woche eine Demonstration“, so der Feuerwehrmann. Die nächste startet am 8. September um 16 Uhr an der Hauptfeuerwache.

Evelyn ter Vehn

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