Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Mehr Geld für Kongreßhalle am Leipziger Zoo: Stadträte kommen in Zugzwang
Leipzig Lokales Mehr Geld für Kongreßhalle am Leipziger Zoo: Stadträte kommen in Zugzwang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:59 14.11.2014

Eine spätere Eröffnung können sich die künftigen Betreiber, die Leipziger Messe mit ihrem CCL, daher gar nicht leisten.

Das wiederum bringt den Stadtrat in Zugzwang, der auf der Tagung am 10. Dezember einen kräftigen Nachschlag für den Bau bewilligen soll.

CCL-Sprecherin Claudia Laßlop verweist jedoch darauf, dass es bei den Buchungen nur um "Absichtserklärungen" gehe. "Zu Vertragsabschlüssen kann es erst nach Abschluss des derzeit in Verhandlung befindlichen Pachtvertrages mit dem Zoo und der Fertigstellung des Objektes kommen." Wie berichtet, fehlen 6,7 Millionen Euro für den Um- und Ausbau des traditionsreichen Gesellschaftshauses, als dessen Bauherr die Stadt die Zoo Leipzig GmbH eingesetzt hat. "Nüchtern betrachtet können wir ja gar nicht anders, als letztlich den höheren Kosten zuzustimmen. Schließlich können wir ja keinen halbfertigen Bau stehen lassen", sagt Grünen-Stadtrat Wolfram Leuze. "Diese von OBM Jung forcierte Politik wird für die Stadt teuer." Der Verdacht liege nahe, dass da etwas "schöngerechnet" wurde. Grüne und FDP hatten im April 2013 gegen den Baubeschluss gestimmt, weil sie wirtschaftliche und finanzielle Risiken befürchteten. "Da wurde einfach so getan, als ob Fördermittel selbstverständlich fließen und nur noch bewilligt werden müssen", nennt er ein Beispiel.

FDP-Fraktionschef René Hobusch hat der Verwaltung vorgeworfen, dem Stadtrat "Sand in die Augen zu streuen". Bereits damals hatte seine FDP-Fraktion darauf aufmerksam gemacht, dass die Übernahme der Investitionen für die Ausstattung durch die Leipziger Messe längst keine beschlossene Sache sei. Hintergrund: Die Ausstattung der Säle mit kongresstypischem Mobiliar für Küche, Möbilierung, Haus- und Präsentationstechnik sollte die Messe GmbH schultern. Der Freistaat Sachsen als einer der Gesellschafter hat das aber abgelehnt.

Das stößt auch Siegfried Schlegel (Linke) bitter auf: "Es ist üblich, dass der Betreiber Spezialausrüstung und Ausstattungen wie Möbel entsprechend seinem Nutzungskonzept selbst vornimmt." Verständnis hat Schlegel hingegen dafür, dass bei der Sanierung einer historischen Immobilie höhere Baukosten vorkommen - vor allem im Sockelaußen- sowie im Kellerbereich. "Mit Baukostenerhöhungen bis zu zehn Prozent müssen seriös planende Bauherren und Planer rechnen." Hobusch betont hingegen, dass sich die Gesamtkosten gegenüber der ursprünglichen Planung um gut ein Drittel erhöht haben. Als Gesamtkosten werden 37,3 Millionen Euro angegeben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.11.2014

Orbeck, Mathias

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit diesem Vorstoß rennt er bei vielen Eltern im Viertel offene Türen ein: Der Bürgerverein Stötteritz stellt bei der Arbeitsgemeinschaft Schulwegsicherheit der Stadt Leipzig einen Antrag auf Querungshilfen in den Kreuzungsbereichen Ludolf-Colditz-Straße/Naunhofer Straße und Kommandant-Prendel-Allee/Naunhofer Straße.

14.11.2014

Der jahrelange Streit um den von der Deutschen Bahn beanspruchten Markenschutz für die Bezeichnung "S-Bahn" ist beendet: Der Erste Zivilsenat des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe hat entschieden, dass der bisher geschützte Begriff als Wortmarke gelöscht wird und damit von jedermann unentgeltlich genutzt werden kann.

14.11.2014

Blumenkästchen hinter Schloss und Riegel - um Diebstahl vorzubeugen. Denn zuletzt hatten die Betreiber der privaten Kinderbetreuung "Hummelbienchen" in Reudnitz nichts zu lachen.

14.11.2014
Anzeige