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Lokales Mehr Geld für Straßensanierung: Leipzig bekommt 13 Baustellen zusätzlich
Leipzig Lokales Mehr Geld für Straßensanierung: Leipzig bekommt 13 Baustellen zusätzlich
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23:14 23.06.2016
Auch die Fahrbahndecke auf der Prager Straße soll in einzelnen Abschnitten saniert werden Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Leipzigs Straßenbauer freuen sich über einen warmen Regen aus Dresden: Der Freistaat Sachsen hat die Fördermittel für die Instandhaltung von kommunalen Straßen deutlich aufgestockt. Während dafür in diesem Jahr nur vier Millionen Euro aus dem Leipziger Stadthaushalt zur Verfügung standen, können jetzt zusätzlich rund 2,7 Millionen Euro Fördermittel aus der Landeskasse verbaut werden. „Der Freistaat hat auch festgelegt, dass wir unsere Projekte zu 90 Prozent mit Fördermitteln finanzieren können“, freute sich gestern Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos).

Sie betonte auch, dass das Geld für die Instandsetzung von Straßen gut angelegt ist. Wenn eine Asphalt-Straßendecke nach Ablauf ihrer Haltedauer von 12 bis 15 Jahren regelmäßig erneuert wird, könne die übrige Straßenkonstruktion gut 30 bis 50 Jahre halten, hieß es gestern im Neuen Rathaus. „Damit können wir nun vor allem an hoch belasteten Hauptverkehrsstraßen auch Prävention betreiben“, so die Baubürgermeisterin. Zu den wichtigsten Vorhaben, die aufgrund der günstigen Förderbedingungen möglich wurden, gehören unter anderem eine Deckensanierung der Rackwitzer Straße zwischen Berliner Brücke und Am Gothischen Bad, die Prager Straße zwischen Mühl- und Kregelstraße sowie die Torgauer Straße zwischen Permoser- und Hohentichelnstraße.

„Wir benötigen für diesen Substanzerhalt einen geringeren Planungs- und Bauaufwand“, betonte Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamts. „Auch die Bauzeit ist kürzer.“ Gleichzeitig warnte Jana vor zu hohen Erwartungen. Im rund 1700 Kilometer langen Leipziger Straßennetz gebe es bedeutend mehr Handlungsbedarf, als jetzt veranlasst werden könne. Auch bei der Belastung der Bürgerschaft gehe die Stadt an Grenzen – und teilweise darüber hinaus. Jana: „Die Anzahl der jetzt angestrebten Projekte ist eindeutig zu groß für unser Straßennetz.“ Bei einer Betrachtung sämtlicher Baumaßnahmen im Stadtgebiet – auch die der städtischen Infrastrukturunternehmen und von privaten Bauherren am Straßenrand – gebe es in diesem Jahr fast alle ein bis zwei Kilometer im Stadtgebiet eine Baustelle. Trotzdem sei der Bauboom insgesamt erfreulich und der unerwartete Fördermittelsegen vom Freistaat hochwillkommen.

Die Stadtverwaltung will in den Sommerferien mit den Straßeninstandhaltungen beginnen; die Arbeiten werden sich bis in die Herbstferien hineinziehen, heißt es. Aufgrund der günstigen Förderbedingungen kommen dazu in den Sommerferien 13 Baustellen hinzu, weitere 19 Vorhaben beginnen anschließend.

Geplant sind unter anderem auch Arbeiten an folgenden Orten:

  • Auf dem Rathausvorplatz am Martin-Luther-Ring
  • In der Wodanstraße zwischen Cleudner Straße und Bahnlinie
  • Am Sportforum zwischen Goyastraße und Leutzscher Allee
  • In der Sommerfelder Straße zwischen Albrechtshainer und Zweinaundorfer Straße
  • In der Mockauer Straße zwischen Essener und Oberläuterstraße
  • In der Braustraße zwischen Dufour- und Karl-Liebknecht-Straße
  • In der Eilenburger Straße zwischen Josephinen- und Rubensstraße
  • In der Delitzscher Straße zwischen Messeallee und Seehausener Straße
  • In der Rackwitzer Straße zwischen Berliner Brücke und an der Wollkämmerei.

Nach den Sommerferien soll unter anderem der Brückenübergang in der Mockauer Straße in Höhe der Berliner Brücke saniert werden, die Riesaer Straße am Straßenbahnhof, die Wurzner/Riesaer Straße zwischen Watzdorf- und Ostheimstraße, die Holzhäuser im Bereich der Kolmstraße, die Georg-Schumann-Straße zwischen Linkelstraße und Viadukt, die Eisenbahnstraße zwischen Herrmann-Liebmann-Straße und Torgrauer Platz und die Matzelstraße in Höhe der Bornaischen Straße.

Andreas Tappert

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