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Mehr Rechte für Flüchtlinge gefordert: 200 Menschen demonstrieren friedlich in Leipzig

Mehr Rechte für Flüchtlinge gefordert: 200 Menschen demonstrieren friedlich in Leipzig

Flüchtlinge, Asylbewerber und Unterstützer haben am Dienstag in Leipzig für mehr Rechte und die Abschaffung der Residenzpflicht demonstriert. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 200 Demonstranten an dem Protestmarsch von Plagwitz zum Flüchtlingsheim in der Torgauer Straße.

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Flüchtlinge, Asylbewerber und Unterstützer haben am Dienstag (25.9.2012) in Leipzig für mehr Rechte und die Abschaffung der Residenzpflicht demonstriert.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Es sei alles friedlich verlaufen, sagte eine Polizeipsprecherin. Die Teilnehmer reckten Transparente und Plakate in die Höhe, auf denen zum Beispiel zu lesen war: „Kein Mensch ist illegal“ oder "Abschiebung ist Folter".

Juliane Nagel (Linke), Stadträtin in Leipzig, sagte vor der Veranstaltung: "Es ist absolut unterstützenswert, dass diese Menschen, die von Staats wegen auf ein Wartegleis gestellt werden, auf dem sie ihr oft mehrjähriges Asylverfahren abwarten müssen, sich selbst ermächtigen und für ihre Menschenrechte eintreten."

Die Leipziger Kundgebung ist Teil einer bundesweiten Protestbewegung. Eine Gruppe von Flüchtlingen marschiert seit dem 8. September von Bayern nach Berlin, um auf ihre Belange aufmerksam zu machen. Sie wenden sich gegen Abschiebungen und die Residenzpflicht, die ihnen einen Aufenthalt in einer bestimmten Region vorschreibt. Außerdem fordern sie eine Abschaffung der Flüchtlingslager.

Hassan Siami, der bereits mehrere Teilstrecken des Protestmarsches mitlief, freute sich über die positive Resonanz in der Messestadt: "Das Interesse an unserer Aktion ist seit dem Start stetig angewachsen. Es ist ein gutes Zeichen, dass sich viele Leipziger über die Forderungen der Flüchtlinge Gedanken machen."

Am Dienstag trafen sich die Protestierenden noch mit Bewohnern des Asylbewerberheims in Leipzig-Heiterblick. Etwa 50 von ihnen hatten sich an der Demonstration beteiligt. Die Sammelunterkunft – eine ehemalige Sowjet-Kaserne in schlechtem baulichen Zustand – soll geschlossen werden. Nach Angaben von Siami wurde bei den Gesprächen vor allem die Situation vor Ort thematisiert. "Der abgelegene Standort, die kleinen Räume und schlechten hygenischen Bedingungen geben vielen hier das Gefühl, vergessen worden zu sein", sagte Siami, der sich in der Initiative "Karawane" engagiert. Im Grunde sei es damit wie überall.

Am Mittwoch wollen die Flüchtlinge ihren Protestmarsch in Richtung Berlin fortsetzen. Der nächste Halt ist in Bad Düben geplant.

rob/dpa

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