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Lokales Mehr Wasser für die Nordwestaue – Leipzig erweitert Projekt „Neue Luppe“
Leipzig Lokales Mehr Wasser für die Nordwestaue – Leipzig erweitert Projekt „Neue Luppe“
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00:18 16.02.2017
Die Nordwestaue an der Luppe. Quelle: Foto: Mathias Orbeck
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Leipzig

Das Projekt „Neue Luppe“ in der Nordwestaue wird erweitert. So sollen künftig größere Wassermengen in die Aue geleitet werden. Das hat der Stadtrat beschlossen und höhere Baukosten von 1,34 Millionen Euro als Eigenanteil der Stadt bewilligt.

Zur Erinnerung: Seit dem Bau des Flutkanals „Neue Luppe“ in den 1930er Jahren ist das Areal immer mehr ausgetrocknet. Beweis dafür sind beispielsweise die Baumarten. So verdrängt der Berg- und Spitzahorn immer mehr auentypische Bäume wie etwa Stieleiche und Ulme. Um gegenzusteuern, muss wieder mehr Wasser in die Aue. Um eine ökologisch funktionsfähige Auen- und Flusslandschaft wiederherzustellen, werden nun Altläufe südlich der Neuen Luppe revitalisiert – auf einer Fließstrecke von nahezu 16 Kilometern. Dabei wird das Wasser im Bereich der Kleinen Luppe und Nahle entnommen. „Wir haben mit Fördermittelgebern gesprochen, ob sie sich eine Erweiterung des Projektes vorstellen können“, sagt Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke). Da gebe es positive Signale. Die Erweiterung des Projektes wurde als fachlich erforderlich bestätigt. „Wir wollen kleinere Hochwasserereignisse nutzen, um mehr Wasser in die Aue zu leiten.“ Bislang erfolge dies bei größeren Wassermengen durch Öffnung des Nahlebauwerkes. Nun sollen zusätzliche Ein- und Ausleitstellen entstehen, hieß es. Aber auch Durchlass- und Brückenbauwerke müssten angepasst werden. Durch die Erweiterung kann letztlich ein größeres Gebiet überschwemmt werden. Deshalb sind intelligente wasserbauliche Lösungen erforderlich, um diese Überströmungen so zu lenken, dass vorhandene ackerbauliche Nutzung nicht beeinträchtigt werden.

Ziel ist es, noch Ende 2017 ein Planfeststellungsverfahren für das gemeinsam mit Schkeuditz angestrebte Naturschutzprojekt (Gesamtkosten: 15,54 Millionen Euro) einzuleiten. Ein erster Bauabschnitt könnte dann bis Ende 2019 realisiert werden, die weiteren drei bis 2025.

Das Projekt umfasst die Gewässerentwicklung von der Einleitung bis zur Mündung in den Burgauenbach (zirka vier Kilometer Fließstrecke), die Renaturierung des Bauerngrabens bis zur Waldspitze (zwei Kilometer), die Wiederherstellung der Heuwegluppe von der Waldspitze bis zur Mündung in die Alte/Neue Luppe (fünf Kilometer) sowie die Revitalisierung des ehemaligen Zschampertbetts von der Mündung in die Alte Luppe bis ins Luppewildbett (4,5 Kilometer).

Gefördert wird das Projekt zu 75 Prozent durch das Bundesamt für Naturschutz.

Von Mathias Orbeck

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