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Lokales Mehr Zeit einplanen: Verstärkte Kontrollen bei Events in Leipzig
Leipzig Lokales Mehr Zeit einplanen: Verstärkte Kontrollen bei Events in Leipzig
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13:47 19.11.2015
Lange Wartezeiten am Mittwochabend beim Heimspiel des SC DHfK Leipzig.  Quelle: Christian Modla
Leipzig

Besucher von Sport- und Kultur-Großveranstaltung in Leipzig sollten künftig deutlich mehr Zeit für den Einlass einplanen. Nach den Terroranschlägen in Paris wurden die Sicherheitsmaßnahmen auch in der Messestadt angehoben. „Wir haben mit allen Veranstaltern Kontakt aufgenommen, sie mit Blick auf die Ereignisse vergangene Woche sensibilisiert“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt am Donnerstag gegenüber LVZ.de.

Ähnlich wie bereits beim Spiel des SC DHfK am Mittwochabend in der Arena, das erst zehn Minuten später angepfiffen werden konnte, sollen Zuschauer künftig noch sorgsamer vom Sicherheitspersonal abgetastet, auch Taschen und Rucksäcke durchsucht werden, mahnt die Polizei. Zudem soll es künftig bei Events grundsätzlich nicht mehr erlaubt sein, Behältnisse auf den Boden zustellen.

Die genauen Sicherheitsdetails für jede Veranstaltung werden vorab ohnehin immer auf sogenannten Sicherheitskonferenzen geklärt. Hier ist die Polizei immer dabei, gibt den Sicherheitsdiensten Ratschläge. So auch beim Fußball-Zweitligisten RB Leipzig, der allerdings erst in ein paar Wochen wieder Fans im eigenen Stadion beherbergen wird: „Unser nächstes Heimspiel ist ja erst am 6. Dezember gegen Duisburg. Bis dahin ist noch etwas Zeit. Wir warten die Sicherheitsgespräche ab und werden dann entsprechend reagieren“, sagte RB-Sprecher Benjamin Ippoliti am Mittwoch.

Aktuelle Gedankenspielen von Clemens Tönnies, Manager des FC Schalke 04, der sogenannte Körperscanner an den Eingängen zu Bundesliga-Spielstätten forderte, wollte Ippoliti nicht kommentieren. „Man sollte jetzt nicht vorschnell reagieren, die Grundsicherheit in Stadien ist ja ohnehin sehr hoch“, so der RB-Sprecher. Tönnies hatte am Mittwoch in der Bild-Zeitung erklärt, dass die Einlasskontrollen in Stadion weiter intensiviert und mit Durchgangs-Scannern technisch optimiert werden sollten. Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser sprach sich für zwei Körperscanner pro Eingang zu Bundesliga-Stadien aus.

Neben Veranstaltungen in Konzerthallen und im Fußballstadion steht Leipzig ab kommenden Dienstag auch der Weihnachtsmarkt als Großveranstaltung bevor. Polizeipräsident Bernd Merbitz kündigte hier bereits Verstärkung an, mahnte aber auch vor Überreaktion: „Natürlich muss man in der aktuellen Situation besonders aufmerksam sein, konkrete Hinweise liegen aber nicht vor.“ In der Bevölkerung herrsche eine gewisse Verunsicherung – „wir möchten zeigen, dass wir in der Lage sind, die Sicherheit zu gewährleisten. Die Menschen sollten einen kühlen Kopf bewahren“, so Merbitz gegenüber der LVZ. Nach Angaben von Polizeisprecher Uwe Voigt führen die Sicherheitsbehörden aktuell noch Gespräche mit dem Leipziger Marktamt, dem Veranstalter des Leipziger Weihnachtsmarktes.

Von Matthias Puppe

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