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Lokales Mehrgenerationen-Projekt an der Goyastraße komplett
Leipzig Lokales Mehrgenerationen-Projekt an der Goyastraße komplett
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23:03 11.11.2015
Gestern offiziell eröffnet: das neue Altenpflegeheim auf dem Mehrgenerationen-Areal Goyastraße. Foto: Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

 2011 hatte sich der – inzwischen berentete – Geschäftsführer der Städtischen Altenpflegeheime Leipzig gGmbH (SAH) Ehrhardt Hake noch über den Plan gebeugt und der LVZ „vom größten Bauvorhaben in der Firmengeschichte“ recht visionär geschwärmt: Auf dem 36.000-Quadratmeter-Areal an der Goyastraße 4, einst von der Stadtreinigung bewirtschaftet, sollten ein Altenpflegeheim, eine Kindertagesstätte und altersgerechte Wohnmöglichkeiten entstehen. Anlehnend an das Konzept der damals schon bestehenden, generationsübergreifenden SAH-Anlage in Dölitz.

Nun: In der Kita an der Goyastraße quirlen bereits seit dem Vorjahres-März die Knirpse. Und diesen Mittwoch war Ex-Chef Hake dann schon ziemlich ergriffen, als er mit Nachfolger Stefan Eckner nun auch das fertige Altenheim und die zwei Häuser fürs Betreute Wohnen (52 Plätze) vor gut 200 Gästen eröffnen und damit ein Baukapitel abschließen konnte, das wohl allen Beteiligten viel Nerven und graue Haare gekostet hatte. „Aber auf das wir jetzt sehr stolz sind!“, so Eckner. Für Grundstückskauf, Kita, Heim und Betreutes Wohnen hatte die SAH rund 26,5 Millionen Euro immerhin selbst in die Hand genommen. „Und was ich an ihr so toll finde: Sie bleibt bei allen ihren Vorhaben stets im Kostenrahmen!“, lobte sich nicht zuletzt Oberbürgermeister Burkhardt Jung die Stadttochter.

Das supermoderne neue Pflegeheim selbst hält 120 Plätze plus 30 für die Schwerstpflege vor. Mit ihm hat die SAH in Leipzig jetzt neun Pflegeheime unter ihren Fittichen. „Am 30. November werden hierher die Bewohner und die 80 Mitarbeiter aus der Waldstraßen-Einrichtung Am Rosental umziehen“, so Eckner. Aktuell würden in der Waldstraße 150 Senioren betreut. 30 von ihnen würden jedoch in anderen SAH-Einrichtungen unterkommen. Aus verschiedenen Gründen. Unter anderem hieß es, manchem sei das neue Domizil nun zu teuer.

Teurer sei ein Platz für die Betreffenden schon, bejahte Eckner. Und zwar so um 300 Euro. Zugleich warf er aber das alte Objekt Waldstraße in die Waagschale. Erbaut im Jahr 1900. 1990 mal modernisiert. Zuletzt habe es einen völlig unverhältnismäßig hohen Sanierungsbedarf aufgewiesen, um auch künftig den Anforderungen an eine Beherbergungsstätte für betagte, pflegebedürftige Menschen zu entsprechen. Daher habe man lieber neu gebaut; nicht mehr groß in das alte Haus investiert.

„Und von daher war es von den monatlichen Platzkosten her auch das billigste Heim der Stadt“, sagte Eckner und schob noch nach, dass sich die Sätze im Neubau Goyastraße immer noch „um den Durchschnitt dessen bewegten, was sonst in hiesigen Heimen zu entrichten“ sei. Im Übrigen: Am Finanziellen müsse es laut dem SAH-Chef für niemanden scheitern, in einem Heim betreut zu werden. „Die Pflegekasse zahlt einen Großteil, die restliche Summe der Bewohner. Für Menschen, die das nicht können, springt das Sozialamt ein, fordert dies nur von Kindern zurück, die die Mittel auch haben.“

Für das ausgediente Altenheim Waldstraße hat indes das letzte Stündlein noch nicht geschlagen. „Sind die jetzigen Bewohner ausgezogen, werden wir das Gebäude baulich erst mal soweit herrichten, dass wir es der Stadt für drei Jahre als Flüchtlingsunterkunft vermieten können“, so Eckner. Nach der Asyl-Ära mache man das Objekt dann endgültig fit für altersgerechtes Wohnen.

Von Angelika Raulien

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