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Mehrjährige Haft für Tod des Irakers Kamal K. gefordert - Urteil am Freitag

Mehrjährige Haft für Tod des Irakers Kamal K. gefordert - Urteil am Freitag

Der tödliche Angriff auf den jungen Iraker Kamal K. in Leipzig war nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft keine fremdenfeindliche Tat. Die beiden Männer, die sich mit dem 19-Jährigen im vorigen Oktober eine Schlägerei lieferten und ihn dann mit einem Messer niederstachen, seien zwar rechter Gesinnung, sagte Staatsanwältin Katrin Minkus am Donnerstag in ihrem Plädoyer im Landgericht Leipzig.

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Der Körper des 33-Jährigen Marcus E. ist nach den Worten des Nebenklagevertreters mit „Symbolen der Neonaziszene übersät“.

Quelle: dpa

Leipzig. Aber sie halte es nach dem Verlauf des Prozesses „nicht für zulässig“, deswegen auf einen ausländerfeindlichen Hintergrund zu schließen. Das Zusammentreffen des Opfers und der 29 und 33 Jahre alten Männer sei Zufall gewesen.

Minkus forderte für den Haupttäter, den 33 Jahre alten Messerstecher, zwölf Jahre Haft wegen Totschlags und anschließende Sicherungsverwahrung. Der 29-Jährige solle drei Jahre verbüßen und zudem wegen seiner Alkoholsucht in den Maßregelvollzug. Beide Männer hatten zur Tatzeit rund 2,4 Promille intus. Sie sind als Gewalttäter vorbestraft und kannten sich aus dem Gefängnis.

Auftakt im Kamal-Prozess:

Die Verteidigung forderte für den 33-Jährigen eine Verurteilung wegen schwerer Verletzung mit Todesfolge und eine Strafe zwischen sechs Monaten und reichlich elf Jahren. Es sei weder Mord noch Totschlag gewesen, weil keine vorsätzliche Tötungsabsicht bestanden habe. Der Anwalt des 29-Jährigen schloss sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an.

Die Familie des Opfers, die den Prozess als Nebenkläger verfolgt hat, geht dagegen weiter von einem ausländerfeindlichen Motiv aus. Der Ältere müsse wegen Mordes verurteilt worden, forderte sie. „Die tragende Motivation war eine rassistische Gesinnung“, sagte Nebenkläger-Anwalt Sebastian Scharmer. Er verlas einen Brief der Mutter an das Gericht, in dem sie berichtete, noch bei der Trauerfeier von Neonazis beschimpft worden zu sein. Die Frau war am Donnerstag im Gerichtssaal zusammengebrochen und wurde laut schreiend und weinend hinausgeführt.

dpa

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