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Lokales „Mein Leipzig lob’ ich mir“ bleibt im Depot – Hotel prüft Berufung gegen Leuchtreklame
Leipzig Lokales „Mein Leipzig lob’ ich mir“ bleibt im Depot – Hotel prüft Berufung gegen Leuchtreklame
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18:01 05.12.2013
Die Leuchtreklame "Mein Leipzig lob ich mir" bleibt weiter im Depot. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Für die nächsten Monate bleibt der 100 Meter lange Schriftzug deshalb weiter im Depot. „Wir halten die Entscheidung für falsch“, sagte Hoteldirektor Thomas Reinhardt am Donnerstag gegenüber LVZ-Online.

„Vorher war die Leuchtreklame 40 Meter entfernt, jetzt wären es 16 Meter. Wir finden sie ja toll, aber es ist der falsche Platz“, erklärte Reinhardt. Er bezieht sich damit auf den vorherigen Standort auf den 2007 abgerissenen Plattenbauten am Brühl. Auf dem neuen Einkaufszentrum könne man den Schriftzug von der Straße aus schlecht sehen, kritisierte der Marriott-Chef. Er belästige nur die Hotelgäste. Mit der Anbringung der 100 Meter langen Neonwerbung werde man sich daher wahrscheinlich nicht arrangieren können.

Leipzig. Die Leuchtreklame „Mein Leipzig lob' ich mir“ kann auch weiterhin nicht am Brühl angebracht werden. Grund ist der nach wie vor schwelende Rechtsstreit zwischen dem Marriott-Hotel und der Stadtverwaltung. Inzwischen liegt der Fall beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen.

Urteilsbegründung erst in mehreren Wochen

Das Leipziger Verwaltungsgericht hatte am Dienstag sein Urteil bekanntgegeben, dass die berühmte Leuchtreklame mit dem Goethe-Spruch auf den Höfen am Brühl angebracht werden darf. Die Einwände des Hotels wiesen die Richter ab. Sie gaben damit der Stadt Leipzig Recht, die die Baugenehmigung für die Reklame erteilt hatte. Darin war bereits festgelegt worden, dass der Betrieb bis 22 Uhr eingeschränkt ist.

Noch ist die Entscheidung nicht rechtskräftig. Dem Marriott steht nach Zustellung der Urteilsbegründung eine Frist von einen Monat zu, um beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Berufung zu gehen. Die Begründung liegt den Streitparteien bislang allerdings noch nicht vor. „Das kann auch noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen“, sagte Gerichtssprecher Alexander Lenz auf Anfrage. Die Entscheidung wird also auf kommendes Jahr vertagt.

Installation frühestens Mitte 2014 möglich

Bis 2007 stand die Leuchtreklame auf den Wohnblöcken am Brühl. Quelle: Volkmar Heinz

Sollte das Marriott auf eine Fortsetzung des Rechtsstreits verzichten wäre eine Installation wohl frühestens Mitte 2014 möglich. Die Reklame lagert bereits seit mehreren Jahren im Depot einer Spezialfirma südlich von Leipzig. Bevor sie wieder angebracht werden kann, muss sie etwa drei Monate lang aufwändig saniert werden. Die Kosten dafür in Höhe von rund 300.000 Euro würden die Betreiber der Höfe am Brühl, das Essener Unternehmen MfI, übernehmen.

Robert Nößler

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