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Lokales „Mein Leipzig lob’ ich mir“ kehrt im Sommer an den Brühl zurück
Leipzig Lokales „Mein Leipzig lob’ ich mir“ kehrt im Sommer an den Brühl zurück
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16:51 09.04.2018
„Mein Leipzig lob ich mir“ und „Willkommen in Leipzig“: Weithin sichtbar prangten die Leuchtreklamen bis 2007 an den Wohnblöcken am Brühl. Im Sommer 2018 sollen sie auf den Höfen am Brühl installiert werden. Quelle: LVZ-Archiv/Heinz
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Leipzig

 Comeback für eine der bekanntesten DDR-Leuchtreklamen: Das Goethe-Zitat „Mein Leipzig lob‘ ich mir“ und die viersprachige Grußbotschaft „Willkommen in Leipzig“ sollen bald wieder am Brühl strahlen. „Die Restaurierung liegt in den letzten Zügen“, teilte Robin Spanke (26), Centermanager der Höfe am Brühl, am Montag auf Anfrage von LVZ.de mit. Voraussichtlich im Sommer sei die Aufbereitung der historischen Schriftzüge abgeschlossen – dann sollen sie innerhalb von zwei Wochen auf das Dach des Einkaufszentrums montiert werden.

Robin Spanke, Centermanager der Höfe am Brühl in Leipzig, freut sich auf die restaurierte Leuchtreklame. Quelle: Andre Kempner

Die Anordnung der einzelnen Schriftzüge steht inzwischen fest. Der historische Ausspruch „Mein Leipzig lob‘ ich mir“ aus Goethes Faust soll wie früher auf der Seite zum Bildermuseum installiert werden – so war es auch von Mitte der 1970er bis zum Abriss der ehemaligen Wohnblöcke am Brühl im Jahr 2007. Zum Ring hin leuchtet das Stadtwappen zusammen mit „Willkommen in Leipzig“ auf Deutsch. Der Willkommens-Schriftzug auf Englisch, Russisch und Französisch soll auf der Seite zum Marriott-Hotel (Am Hallischen Tor) angebracht werden.

Von den 1970er-Jahren bis 2007 war die historische Goethe-Leuchtreklame "Mein Leipzig lob' ich mir" ein Wahrzeichen der Stadt. Nun soll der berühmte Schriftzug an den Brühl zurückkehren.

Nachts bleibt Goethe dunkel

Eingeschaltet wird das gesamte Ensemble künftig allerdings nur bis 22 Uhr. Nachts bleiben die Schriftzüge dunkel. Auf diesen Kompromiss hatten sich die neuen Eigentümer der Brühl-Arkade, in denen sich das Marriott befindet, und die Stadt Leipzig 2017 geeinigt. Fünf Jahre lang wehrten sich die ehemaligen Besitzer der Hotel-Immobilie zuvor juristisch gegen die Anbringung der Leuchtschrift, da sie eine nächtliche Belästigung ihrer Gäste befürchteten. Der Streit um die Baugenehmigung ging bis vor das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG).

Die seit Mitte 2017 laufende Restaurierung wird vom Höfe-Eigentümer Unibail-Rodamco bezahlt und von der Firma Caralux im Rackwitzer Ortsteil Lemsel (Kreis Nordsachsen) durchgeführt. Verantwortlich für die denkmalgerechte Sanierung samt Umrüstung von Neonröhren auf moderne LED-Technik ist Betriebsleiter Uwe Leuthäußer. Sein Vater Herbert fertigte als Neonglasbläser vor mehr als 40 Jahren die Röhren für die gigantische Leuchtanlage (LVZ.de berichtete). Der Entwurf stammte von der Leipziger Künstlergruppe „Unda“, die auch viele andere Neon-Kunstwerke im Stadtgebiet schuf.

Eine Zeitreise durch die Welt der DDR-Leuchtreklamen in Leipzig: Historische Bilder aus fünf Jahrzehnten und aktuelle Fotos zeigen, wie sich die Stadt an vielen Orten verändert hat.

Die ersten Ergebnisse der Sanierung werden in Kürze zu sehen sein: Ende April wollen die Höfe und die auf LED-Leuchtanlagen spezialisierte Firma Caralux fertige Teile der restaurierten Leuchtschrift bei einem Werkstatt-Termin präsentieren.

Von Robert Nößler

Mehr zum Thema: Wie Leipzig zu DDR-Zeiten leuchtete – und wie es heute dort aussieht

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