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Melia-Hotel am Leipziger Innenstadtring öffnet am 1. September

Vier-Sterne-Superior Melia-Hotel am Leipziger Innenstadtring öffnet am 1. September

Am Freitag erfolgte die Bauabnahme für Leipzigs neuesten Hotel-Zugang: das Innside by Melia an der Ecke Dittrichring/Gottschedstraße, am 1. September soll große Eröffnung gefeiert werden.

Die Baugerüste sind gefallen: Am 1. September soll das neue "Innside by Melia" Hotel an der Ecke Dittrichring/Gottschedstraße eröffnet werden

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Am Freitag erfolgte die Bauabnahme für Leipzigs neuesten Hotel-Zugang: das Innside by Melia an der Ecke Dittrichring/Gottschedstraße. „Am Montag fangen wir hier an zu üben, damit zur Eröffnung am 1. September alles sitzt“, erklärte Hoteldirektor Robert Bauer. Der 34-Jährige führte die LVZ vorab durch das Vier-Sterne-Superior-Haus, in dem sich nicht nur die jeweils bis zu 350 Übernachtungsgäste wohlfühlen sollen. „Darüber hinaus werden wir auch ein guter Gastgeber für alle Leipziger sein“, versprach Bauer.

Am Freitag erfolgte die Bauabnahme für Leipzigs neuesten Hotel-Zugang: das Innside by Melia an der Ecke Dittrichring/Gottschedstraße, am 1. September soll große Eröffnung gefeiert werden.

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Das Erdgeschoss des Hotels sei auf 800 Quadratmetern als öffentlich nutzbarer Bereich angelegt. Dort finden sich Rezeption, drei Fahrstühle, Lobby, Arbeitstische mit Media-Hubs, die Bar, Restaurant und ein offener Innenhof – alles in nahtlosen Übergängen. „Nur durch unterschiedliche Mobiliarformen werden die einzelnen Bereiche optisch voneinander getrennt“, sagte der Direktor. Syndeo – so heiße dieses rund um die Uhr nutzbare Konzept von Innside by Melia. „Das Wort ist ein aus dem Griechischen abgeleiteter Begriff und bedeutet so viel wie Verbindungen aufbauen. Hier können sich Einheimische und Gäste treffen, Seite an Seite arbeiten und dazu vielleicht einen Business-Lunch vom Buffet genießen.“

Zwei neue Brücken über den Pleißemühlgraben

In den Bereich des Syndeo-À-la-carte-Restaurants gelange jedermann künftig am schnellsten über eine der zwei neuen Brücken, die noch in den nächsten Tagen über den Pleißemühlgraben geschlagen werden. „Wir hoffen auf viele Gäste aus der City, zum Beispiel die Touristen oder Konzertbesucher von der Thomaskirche“, erläuterte er. Die Küche biete natürlich auch spanische Gerichte – passend zu der mallorquinischen Kette Melia mit weltweit über 370 Hotels. „Leckeres vom Grill, kleine Snacks zum Teilen und ein guter Wein dürfen dabei nicht fehlen.“

Ebenfalls im Erdgeschoss – direkt an einem neuen Fuß- und Radweg zwischen dem Hotel und dem benachbarten Commerzbank-Gebäude (das gegenwärtig an die Erziehungswissenschaften der Uni vermietet ist) – liegen drei Konferenzräume. Sie haben raumhohe Fenster, sind flexibel kombinierbar und bieten insgesamt Platz für 180 Personen. Im Lichthof werden noch etliche LED-Lämpchen installiert, um abends verschiedene Stimmungen erzeugen zu können. „Man sitzt dann hier mitunter wie im Sternenhimmel. Hinzu kommt eine große Leinwand für Kinoabende, Sportübertragungen und Ähnliches. Wir planen viele öffentliche Veranstaltungen.“

Der Haupteingang zu der Herberge mit 177 Zimmern und Suiten befindet sich an der Gottschedstraße. Eine Besonderheit der Zimmer seien die 3,50 Meter hohen Räume, vor allem Schwarz-Weiß-Töne zu den Fußböden in Holzoptik, eine individuell regelbare Klimaanlage sowie das „offene Badkonzept“ mit verglaster Dusche und frei stehendem Waschtisch. Sauna- und Fitnessräume gibt es im fünften Stock. Auch dies ist eher ungewöhnlich, hat im für das Hotel komplett umgebauten Kosmos-Haus aber Tradition.

Restaurant und Bar auf dem Dach über eigenen Fahrstuhl erreichbar

Heiß begehrt sei die 85 Quadratmeter große „Balcony Suite“, die ebenfalls im fünften Stock des Kosmoshaus-Flügels liegt. „Sie wurde schon für geschäftliche Dinners und auch die erste Hochzeitsfeier gebucht. Zu ihr gehört ein 50 Quadratmeter großer, historischer Balkon mit fantastischem Blick auf die Thomaskirche“, schwärmte der in Sachsen geborene Direktor. Zuletzt hatte er mehrere Achat-Hotels geleitet – darunter das in Leipzig.

Einzigartig in der Messestadt dürften zweifelsohne die beiden gläsernen Dachgeschosse im sechsten und siebenten Stock sein. Sie verfügen über mehr als 550 Quadratmeter große Freiterrassen, von denen aus die ganze City zu sehen ist. Ebenso die Red-Bull-Arena oder das Völkerschlachtdenkmal können Gäste von dem dort geplanten Restaurant sowie einer Bar aus entdecken. „Beide Gastronomie-Betriebe werden durch eine Wendeltreppe verbunden und natürlich für jedermann geöffnet sein“, erläuterte Bauer. Neben den Hotel-Fahrstühlen bekämen sie einen separaten Zugang über Aufzüge, deren Eingang sich an dem neuen Fußweg zwischen Hotel und Commerzbank-Gebäude befindet. Dorthin führt die zweite neue Brücke über den Pleißemühlgraben.

Kosmos-Haus und Palais Schlobach

Nächste Woche sollen die Baugerüste am Dittrichring 11 fallen: Dann wird links neben dem Kosmos-Haus wieder das historische Palais Schlobach zu sehen sein. Bekanntlich war dieses neoklassizistische Gebäude (errichtet 1871/72 von Meisterarchitekt Arwed Rossbach) kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 abgerissen worden. Im Zuge der Planungen für das neue Melia-Hotel entschied sich der Leipziger Projektentwickler KSW jedoch gemeinsam mit dem Denkmalschutz, für die frühere Rossbach-Fassade „in kritischer Rekonstruktion“ wieder auferstehen zu lassen.
Laut dem Markkleeberger Architekten Manfred Denda, der das Gesamtprojekt verantwortete, soll eine modern (aus Glas) gestaltete Fuge zwischen dem Schlobach-Palais und dem Kosmos-Haus verdeutlichen, dass die Rossbach-Fassade leider kein Original mehr ist. „Das erlaubt auch eine Reflexion über die neuen Inhalte und die verschiedenen baugeschichtlichen Etappen beider Häuser.“
Weil das später zum Messepalast erweiterte Kosmos-Haus im Jahr 1853 als „Neptun-Haus“ entstanden war, kehre bis zum 1. September über dem Hoteleingang in der Gottschedstraße eine Figur des Meeresgottes samt Dreizack zurück. Außerdem hat der Stukkateurbetrieb Gräfe in Frohburg vier Karyatiden (Frauenfiguren in griechischen Gewändern) gegossen, die unter einem Balkon vom Palais Schlobach Passanten erfreuen sollen. jr

„Wir bei Melia hoffen sehr, auch der Betreiber von Bar und Restaurant in den Dachaufbauten zu werden. Denn so können wir verschiedenste Events, alles aus einer Hand anbieten.“ Noch seien die Vertragsverhandlungen dazu mit dem Leipziger Projektentwickler KSW aber nicht abgeschlossen. Bekanntlich hatte KSW das ganze Ensemble für etwa 30 Millionen Euro errichtet. Inzwischen wurde das Grundstück samt einer Tiefgarage mit 31 Plätzen an die Patrizia Immobilien AG verkauft. Zuvor hatte Melia für das Hotel einen Pachtvertrag über 20,5 Jahre mit Verlängerungsoptionen um weitere zehn Jahre geschlossen.

Laut KSW-Sprecher Jörg Zochert ist eine Eröffnung bis zum Jahresende für die beiden Gastronomie-Einheiten auf dem Dach realistisch. „Wir sind mit dem ganzen Vorhaben rundum zufrieden, sehen auch da die Verhandlungen zu den letzten noch offenen Details ganz entspannt.“

Im Innside by Melia werden sich ab 1. September 50 Festangestellte und noch mal etwa ebensoviele Mitarbeiter anderer Firmen um das Wohl der Gäste kümmern, erklärte Bauer. „Wir machen hier kein Softopening, sondern starten an diesem Tag von Null auf 100. Der September ist im Leipziger Beherbergungsgewerbe ein starker Monat. Da wollen wir von Anfang an dabei sein.“

Damit auch alle Leipziger die neue Adresse kennenlernen können, besteht am 1. September ab 13 Uhr sowie am 2. und 3. September ganztägig die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Hauses zu schauen. Zur Unterhaltung gibt es dazu Live-Musik und abends einen DJ. Ein Gala-Empfang als „Grand Opening“ soll erst im kommenden Frühjahr stattfinden, wenn sich alles eingespielt habe. „Bis Jahresende gelten verschiedene Eröffnungspreise, zum Beispiel ist ein Standard-Einzelzimmer inklusive Frühstück ab 89 Euro buchbar“, sagte Bauer.

Marché-Mövenpick übernimmt Räume vom „White Chocolate“

Unabhängig vom Hotel-Betrieb hat sich Marché-Mövenpick die leeren Räume vom früheren „White Chocolate“ in der Gottschedstraße 1 gesichert. Der Schweizer Gastro-Konzern – in Leipzig unter anderem bereits gut im Zoo vertreten – will dort Ende September mit einem für Deutschland ganz neuen Konzept an den Start gehen. Es heißt „White Monkey – Pizza Lab & Bar“, erklärte Lothar Menge von den Entwicklern dieses Konzepts. „Wie der Name schon sagt, sind ein großer Pizza-Ofen und die Bar dabei wichtige Elemente. An den Stellen werden aber ganz außergewöhnliche Dinge kreiert. Deshalb noch das Lab, es steht für Labor.“

Jens Rometsch

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