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Lokales Messe „Hochzeit – Feste – Feiern“: Über 8000 Besucher lassen sich für den großen Tag beraten
Leipzig Lokales Messe „Hochzeit – Feste – Feiern“: Über 8000 Besucher lassen sich für den großen Tag beraten
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17:31 10.01.2016
Diese Outfits für Braut und Bräutigam stammen aus den Ateliers Leipziger Modemacher. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Zwischen weißen Luftballons und rosa Schleifen, roten Konfetti-Herzen und Schmusesongs in Endlosschleife ging sie am Wochenende über die Bühne: die Messe „Hochzeit – Feste – Feiern“, kombiniert mit der Messe „Baby plus Kids“. Mehr als 8000 Besucher strömten am Sonnabend und Sonntag durch die Glashalle der Neuen Messe, um sich einen Überblick über die Vielzahl der Möglichkeiten zu verschaffen, sich beraten zu lassen oder gleich direkt vor Ort zu kaufen beziehungsweise zu buchen.

Das Highlight waren die Braut- und Festmodenschauen auf der großen Bühne. Viele Zuschauer machten per Handy Fotos von Traum-Brautkleidern und schickten sie sofort an die Lieben. Oder machten Videos, um sich später noch mal alles in Ruhe anzusehen. „Da kann ich mit meiner Schwester und Schwägerin zu Hause gucken, was geht. Ich kann mir sonst gar nicht alles merken und es mir auch nicht so richtig vorstellen“, sagte Sarah Neubert (24) aus Bad Lausick, die im Juli heiratet. Moderne Bräute können allerdings auch schon auf einen Online-Brautkleid-Konfigurator zurückgreifen, den es beim Brautausstatter oder als App für Tablet und Smartphone gibt.

Um die 10 000 Euro geben Paare im Schnitt für ihre Hochzeit aus, erzählte Thomas Möller vom Leipziger Festausstatter Barockoko. Für das Brautkleid legen sie 800 bis 1200 Euro auf den Tisch, für das Outfit des Bräutigams 600 bis 900 Euro. Seiner Erfahrung nach gibt es zwei Typen von Brautpaaren: „Die einen planen ihre Hochzeit langfristig, intensiv und sehr detailverliebt. Die anderen sind so in ihren Alltag vertieft, dass sie alles auf sich zukommen lassen und dann ganz überrascht sind, was alles zu berücksichtigen ist.“

Aber dafür gibt es ja die Hochzeitsmesse, auf der alle denkbaren Dienstleister ihre Angebote jenseits von Kleid und Trauringen vorstellten – Hochzeitskutsche und Stretchlimousine, weiße Tauben und Feuerwerk, Floristik und Tischschmuck, Discothek und Livemusik, die passende Location fürs Fest oder bei Bedarf Hochzeitsplaner und Gestalter von freien Trauungen. Die Leipziger Designerszene war mit einem eigenen kleinen Ausstellungsbereich vertreten.

„Eine neue Tendenz dieses Jahr ist, dass sich viele Paare beraten lassen, die erst 2017 heiraten wollen“, berichtete Enrico Rechtnitz, der sowohl Festkleider als auch Fotografie anbietet. Viele Locations seien zum Wunschtermin sonst ausgebucht, „aber das Problem ist, dass die Standesämter noch nicht so lange vorher Termine vergeben.“

Was die Frisur der Braut anbelangt, so sei Hochsteckfrisur im Grunde Pflicht, auch bei kürzerem Haar, hieß es am Stand des Friseur- und Kosmetiksalons Bechle. „Auf jeden Fall muss ein Probetermin zwei bis vier Wochen vor der Hochzeit stattfinden, damit die Friseurin das Haar der Braut kennenlernt. Wir probieren dann mehrere verschiedene Frisuren aus, auch wenn der Braut schon die erste gefällt“, erzählte Friseurin Sanne Griesbach (35).

Felicitas Gruner (29) und Thomas Hausner (35) aus Halle heiraten im Juni und buchten direkt in der Glashalle ein Kindermobil inklusive Betreuerin. „Das bekommt man nirgends günstiger. Wir haben ein ganzes Schloss mit Garten gemietet, da werden auch viele Kinder da sein“, erzählten sie. Darüber hinaus wollten sie sich nach Blumen, Tischdekoration und Brautaccessoires umschauen.

Von Kerstin Decker

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