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Lokales Messe für bewusstes Musikhören hat erfolgreiche Premiere – Fortsetzung 2017
Leipzig Lokales Messe für bewusstes Musikhören hat erfolgreiche Premiere – Fortsetzung 2017
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22:00 20.11.2016
Ulf Soldan erklärt Besuchern die neuen Diamant-Hochtonboxen von Bowers & Wilkins, im Vordergrund der neue Kopfhörer der englischen Firma. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

Musik hören kann man mit Geräten aus dem Elektronikmarkt oder sogar mit dem Smartphone. Man kann sie aber auch zu Hause auf dem Sofa genießen wie im Konzertsaal. Soundsysteme auf hohem Niveau für Leute, die auch noch das letzte Detail an Klangqualität herausholen wollen, wurden am Wochenende auf der ersten Mitteldeutschen HiFi-Messe vorgestellt. „Hier geht es nicht darum, die Lautesten zu sein, sondern die Musik so wiederzugeben, wie der Komponist sie gemeint hat. Nicht als Beschallung, sondern emotional berührend, so dass sie Tränen oder Gänsehaut verursacht“, sagte Mitveranstalter Manfred Keim vom Leipziger Unternehmen Uni HiFi.

Dafür war die Alte Handelsdruckerei in der Oststraße seit Wochen hergerichtet worden. In 30 Zimmern auf drei Etagen wurden optimierte Räume geschaffen, in denen die Besucher frei von Lärm, Vibrationen oder Echos verschiedene Boxen, Endstufen, Audio Player, Schallplattenspieler oder Kopfhörer ausprobieren und vergleichen konnten. Beispielsweise reichte die Preisspanne für Lautsprecher von 2000 bis 22 000 Euro. Auch einige Weltneuheiten gab es zu sehen wie einen Laserprojektor von JVC, der „das große Bild zum großen Ton“ liefert und im August auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin Weltpremiere hatte.

Dirk Räke von der Firma Transrotor stellt einen Design-Plattenspieler für 16.000 Euro vor. Quelle: Andre Kempner

Unter den mehr als 100 Marken waren die ganz großen Namen der Branche. „Hier sind die Bewahrer einer wirklich guten Musikwiedergabe vertreten“, sagte Christian Kühne (39) aus Krostitz. Der Tischler und Ladenbauer hatte mit seiner Partnerin Antje Schwabe (38), gelernte Floristin, die Kinder zur Oma gegeben, um in Ruhe die Messe zu durchstöbern und verschiedene Vorführungen mitzuerleben. „Von den Leuten, die hier sind, braucht keiner dringend was Neues“, meinte er. Vielmehr gehe es den Musikliebhabern um langlebige Technik, unabhängig von Moden und Trends. Die lasse sich auch in zehn Jahren noch gut verkaufen, wenn man selbst etwas Neues anschaffen wolle.

Die Aussteller waren mit der ersten Messe dieser Art sehr zufrieden: „Jede Vorführung ist voll, die Leute sitzen auf den Stufen des Kinoraums“, sagte Andreas Rieckhoff von Yamaha Music Europe. „Ein sehr begeistertes, interessiertes Publikum mit sehr detaillierten Fragen“, meinte Bastian Strommer von Hama. „Normalerweise ist die Branche männerdominiert, aber hier sind sehr viele Paare, junge Leute, Frauen – das Publikum ist auffallend gut durchmischt“, so Gunther Frohnhöfer von Acoustic Signature. „Wir freuen uns über die Messe, die sich hoffentlich etabliert. Schön, dass endlich jemand die Initiative in die Hand nimmt. Wir kommen auf jeden Fall nächstes Jahr wieder“, versicherte Dirk Räke von Transrotor. Aufgrund der hervorragenden Resonanz steht bereits fest, dass es im November 2017 die nächste Auflage gibt.

Von Kerstin Decker

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