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Lokales Mikro-Penis-Äußerung von Fischer-Art verärgert Leipziger Rathaus
Leipzig Lokales Mikro-Penis-Äußerung von Fischer-Art verärgert Leipziger Rathaus
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08:31 22.04.2016
Michael Fischer-Art ist als Künstler sehr aktiv.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Unter körperlichen Einschränkungen scheint ausschließlich Herr Fischer-Art zu leiden, da er anderenfalls die Geschwindigkeitsregelung erkannt und auch befolgt hätte“, erklärte am Donnerstag Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke). „Aufgrund der entgleisenden Äußerungen wird die Stadt Leipzig aber entsprechende rechtliche Konsequenzen prüfen.“ Nach LVZ-Informationen könnte strafrechtlich oder zivilrechtlich gegen den Künstler vorgegangen werden. Intern soll auch erwogen werden, ihn vergaberechtlich von Aufträgen auszuschließen.

Fischer-Art entgegnete gestern: „Ich wollte niemanden direkt beleidigen. Falls sich aber Herr Rosenthal angesprochen fühlt, dann muss die Angelegenheit aus der Welt. Mein Vorschlag ist, wir gehen in die Sauna oder zusammen am Nordstrand in Cospuden schwimmen und dann dürfte die Sache geklärt sein.“

Das Ordnungsamt betonte, Fischer-Art sei nicht hinter einem Brücken-Pfeiler aufgelauert worden. Die mit der Messung beauftragten Beschäftigten hätten sich auf der B 2 kurz nach der Brücke aufgestellt, die über die Teichstraße führt. Als Maler sollte Fischer-Art nicht in so einer Form die Farben verwechseln, wie die Zahlen der Geschwindigkeitsbegrenzungen im Stadtgebiet, wurde verlautbart.

Hinter den Künstler stellte sich die Rechtsanwältin Anette Ehlers von der Leipziger Kanzlei WKR. „Die Äußerungen mag man individuell und subjektiv unterschiedlich betrachten“, erklärte sie. „Die Äußerungen sind jedoch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Zum einen, weil Herr Fischer-Art keine Personen oder abgrenzbare Personengruppen direkt beleidigt oder herabwürdigt. Zum anderen, weil selbst eine polemische und überspitzte Kritik noch keine Schmähkritik darstellt. Diese bezweckt allein die Herabsetzung einer Person, ohne eine Auseinandersetzung mit der Sache. Herr Fischer-Art hat sich lediglich kritisch, durch seine Empörung unterlegt, geäußert.“

Von Andreas Tappert

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