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Lokales Millimeterarbeit mit tonnenschweren Maschinen beim Stapler-Cup in Leipzig
Leipzig Lokales Millimeterarbeit mit tonnenschweren Maschinen beim Stapler-Cup in Leipzig
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16:39 21.05.2017
Interessiert verfolgen die Besucher das Geschehen im Leipziger Güterverkehrszentrum.   Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Millimeterarbeit mit tonnenschweren Maschinen: Fingerspitzengefühl und Fahrkunst war beim Staplercup gefragt, der am Sonnabend im Leipziger Güterverkehrszentrum über die Bühne ging. 75 Staplerfahrer kämpften bei der Regionalmeisterschaft für den Süden Sachsen-Anhalts und den Norden Sachsens um die ersten Plätze. Bereits zum 18. Mal war das Gelände der Günsel Fördertechnik und Fahrzeugbau GmbH Schauplatz des Wettbewerbs. Die besten Teilnehmer qualifizierten sich für das Finale der Deutschen Meisterschaft im Staplerfahren in Aschaffenburg.

Knifflig geht es schon an der ersten Station zu: Auf wackligen Waagen stehen sechs Eimer. Ihnen gegenüber: ebenfalls sechs. Alle Behälter sehen zwar gleich aus, sind aber unterschiedlich schwer. Nur jeweils zwei passen zusammen. Der Staplerfahrer muss nun die Passenden einander zuordnen. Langsam fährt Steffen Hörl an und hebt mit der Gabel behutsam einen Eimer hoch. Geschafft. Erster Beifall aus der Zuschauerrunde. Jetzt heißt es wenden und Richtung Waage fahren. Das sieht einfacher aus, als es ist: Nimmt der Fahrer beim Drehen zu viel Schwung, könnte der Eimer ins Pendeln geraten. Scheppernd würde er von der Gabel rutschen und sein Pendant auf der Waage gleich mit umschubsen. Doch es klappt: Mit sicherem Auge und ruhiger Hand löst Steffen Hörl die Aufgabe. Viel Beifall für den 32-Jährigen, der im normalen Arbeitsalltag als Monteur bei der Günsel Fördertechnik und Fahrzeugbau GmbH tätig ist.

Geschicklichkeit, Können und Schnelligkeit sind auch bei der zweiten Aufgabe gefragt. Die Teilnehmer sollen ihren Stapler durch ein Kegel-Labyrinth balancieren und danach Rohre ineinander schieben. Mit viel Feingefühl lässt sich auch die nächste Aufgabe lösen: Drei kleine Fässer müssen von einem Ministapler aufgenommen und danach auf einer schmalen Ablage platziert werden. Auch hierbei muss der Blickkontakt reichen; denn kein Fahrzeugcomputer zeigt an, was als Nächstes zu tun ist. „Alle Aufgaben der Regionalmeisterschaften sind aus dem Arbeitsalltag abgeleitet“, sagt Vertriebsleiter Toralf Richter. Manche von ihnen hätten das Publikum wohl auch bei „Wetten, dass?“ unterhalten. So musste in den Vorjahren schon mal ein rohes Ei balanciert werden.

„Die Meisterschaft bietet den Staplerfahrern jedoch vor allem die Möglichkeit ihr Können einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Denn Anliegen des bundesweiten Wettbewerbs ist es, die in Deutschland über 350 000 Menschen umfassende Berufsgruppe der Staplerfahrer als tragende Säule der Logistikbranche näher vorzustellen.“ So kamen zahlreiche Teilnehmer des 18. Cups aus Firmen des Güterverkehrszentrums, die als Dienstleister für Autobauer wie Porsche oder BMW fungieren. Und wer sicherte sich nun einen Startplatz für das Bundes-Finale in Aschaffenburg? Thomas Schulz und Peter Schmidt heißen die zwei Besten. Als Regionalmeister werden sie Mitte September gegen die fähigsten Gabelstaplerpiloten des ganzen Landes antreten.

Von Ingrid Hildebrandt

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