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Lokales Millionen für Leipzigs Radwege: Stadt bilanziert Investitionen – elf neue Teilstrecken seit 2010
Leipzig Lokales Millionen für Leipzigs Radwege: Stadt bilanziert Investitionen – elf neue Teilstrecken seit 2010
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13:31 15.03.2012
Radfahrer auf dem Martin-Luther-Ring in Leipzig Quelle: André Kempner
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Leipzig

Damit belaufe sich die Gesamtinvestition der Stadt in das Leipziger Fahrradnetz seit 1991 auf insgesamt 31 Millionen Euro, ergänzte Martin zur Nedden. Leipzigs Baubürgermeister stellte für 2012 auch weitere Investitionen in Millionenhöhe in die Velo-Infrastruktur in Aussicht.

Zu den elf im vergangenen Jahr neu errichteten Radwegen in der Messestadt gehören Teilstücke der Nürnberger Straße, Karl-Helbig-Straße, Stralsunder Straße, Emil-Fuchs-Straße, Prager Straße, Delitzscher Landstraße, Brandiser Straße, Erich-Thiele-Straße, Stammerstraße und Karl-Heine-Straße. Sanierte Anlagen lassen sich laut Stadtverwaltung in der Püchauer Straße, Probstheidaer Straße, Prager Straße, Jahnallee, am Dittrichring und an der Brücke Portitzer Mühlweg finden.

Blick auf die im vergangenen Jahr neugebauten und rekonstruierten Radwege in Leipzig (rot markiert). Quelle: Copyright Stadt Leipzig

Darüber hinaus sei die Kommune hinsichtlich Radfahr- und Schutzstreifen, der Beschilderung und des Neubaus von sogenannten Fahrradbügeln tätig geworden, sagte Höfer. So sind im vergangenen Jahr für etwa 21.400 Euro neue „Leipziger Bügel“ in der City entstanden, die laut Höfer in Anschaffung und Bereitstellung jeweils etwa 300 Euro kosten.

In diesem Jahr sollen unter anderem der Radweg in der Alten Tauchaer Straße zwischen Feld- und Jahnstraße sowie Teile der Erich-Thiele-Straße und der B181 am Sandberg erneuert werden. Dafür sind laut Stadtverwaltung schon etwa 820.000 Euro fest eingeplant. Den Schätzungen von Baubürgermeister Martin zur Nedden zufolge werden dazu – abhängig der Beschlüsse im der Ratsversammlung – noch weitere Investitionen ins Netz kommen. „Ich habe den Eindruck, dass unter den Stadtratsmitgliedern die Bedeutung des Radverkehrs in Leipzig gestiegen ist“, mutmaßte zur Nedden. Nicht eingerechnet seien bisher auch städtebauliche Großprojekte, wie der Ausbau der Karl-Liebknecht-Straße, bei dem ebenfalls neue Radwege entstehen werden.

Bis 2020 will die Kommune den Radverkehrsanteil in der Messestadt auf etwa 20 Prozent ansteigen lassen. Bei der letzten ganzjährigen Erhebung anno 2008 lag der Anteil noch bei 14,4 Prozent. Um diese deutlichen Zunahme von Fahrradfahrern im Leipziger Verkehr erreichen zu können, sollen laut zur Nedden „nicht nur Leuchttürme, sondern auch vielfältige Maßnahmen mit ‚Schwarzbrotcharakter’“ helfen.

Erdacht werden diese in der seit 20 Jahren bestehenden Arbeitsgruppe Radverkehr, in der unter anderem auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) mitarbeite. „Hier wird jedes Jahr eine Prioritätenliste aufgestellt“, erklärte Torben Heinemann, Leiter der Abteilung Generelle Planung in der Leipziger Stadtverwaltung und ergänzte: „Daraus ergibt sich, welche Maßnahmen dann angegangenen werden.“ In den vergangenen beiden Dekaden wurden dafür im Durchschnitt etwa 1,5 Millionen Euro jährlich bereit gestellt.

Matthias Puppe

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