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Lokales Ministerin Petra Köpping besucht jugendliche Flüchtlinge
Leipzig Lokales Ministerin Petra Köpping besucht jugendliche Flüchtlinge
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19:40 23.05.2018
Blumen als Dankeschön: Mahmoud (l.) und Rahman mit Ministerin. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Als der offizielle Teil vorbei ist, stehen die Jugendlichen beinahe Schlange. Ein Selfie mit der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration muss schon sein, und Petra Köpping (SPD) lächelt mit. Ende eines Ortstermins im Anfang des Jahres bezogenen Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Die Stimmung in der Friederikenstraße ist auch schon vorher gut. Ein bisschen möchte Köpping die Neu-Leipziger natürlich abklopfen – zum Beispiel auf Respekt vor in Deutschland eingeforderten Werten. Im Gespräch sind sich die momentan zehn Bewohner aus Somalia, Afghanistan und Gambia einig: „Das tun wir, denn wir sind dankbar, dass wir hier in Frieden leben können.“ Laut der pädagogischen Leiterin Barbara Hofmann ist das Einleben geglückt. Nun hat Deutsch lernen für alle Priorität, wie die Jungs betonen.

Die große Gefahr, die Geflüchtete wie Ur-Leipziger eint, ist die Perspektivlosigkeit. „Sie macht mutlos und treibt manche zum Alkohol und anderen Drogen“, beschreibt ein 16-Jähriger. Ein Somali, dem die Rückführung in die Heimat droht, wünscht sich Hilfe der Ministerin. Mit Hinweisen auf juristische Unterstützung und die Rückkehr-Beratung kann sie ihn nur bedingt trösten.

Heimweh spielt bei den 15- bis 18-Jährigen eine Rolle, hier hilft Kontakt zur Familie via Internet, Religion hingegen keine, wie sie sagen. „Wir respektieren uns – egal, an was wir glauben“, meint ein Junge aus Gambia. Zum Abschied verschenkt Köpping 15 Karten für die Leipziger Mitsingnacht am Samstag in der Peterskirche, deren Schirmherrin sie ist.

Zuvor hatte sie die Erstaufnahmeeinrichtung in der Max-Liebermann-Straße besucht, um sich ein Bild von der Qualität der Kurse zur sprachlichen und kulturellen Erstorientierung von Asylsuchenden zu machen – für Köpping wichtige Basis für die Vermittlung der „wichtigsten Grundsätze unseres Zusammenlebens“.

Von Mark Daniel

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