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Lokales „Mir macht keiner was vor“: Früherer Baulöwe Jürgen Schneider ist wieder im Geschäft
Leipzig Lokales „Mir macht keiner was vor“: Früherer Baulöwe Jürgen Schneider ist wieder im Geschäft
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11:13 06.01.2013
Jürgen Schneider auf der Baustelle "Barthels Hof" in Leipzig am 29. Juli 1993. Quelle: Wolfgang Zeyen
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München/Leipzig

„Ich helfe den jungen Leuten, dass sie nicht von gerissenen Bauherren über den Tisch gezogen werden“, wird Schneider zitiert.

Er unterstütze sie in technischen Fragen, bei Abrechnungen mit Handwerkern, bei Kreditanträgen mit Banken und bei komplizierten Finanzierungen. „Mir macht keiner was vor“, so Schneider: „Wenn einer wie ich mal 5,4 Milliarden Mark von Banken kassiert hat, der weiß doch auch heute noch, wie die Geschäfte mit den Banken laufen.“

Schneider besaß einst viele Bauwerke, die zu den schönsten Objekten in Deutschland zählen. Dazu gehören die Mädlerpassage in Leipzig, die Zeilgalerie in Frankfurt und das Bernheimer-Palais in München. Mitte der 90er-Jahre fahndete die Polizei weltweit nach ihm: Er hatte in den 1990er Jahren für die Sanierung von meist spektakulären Immobilien in Ost und West Milliardenkredite bei Banken erschlichen. Zurück blieb ein Milliarden-Schuldenberg. Schneider tauchte ab, im Mai 1995 wurde er in Florida verhaftet. Das Landgericht Frankfurt verurteilte ihn 1997 wegen Betrugs zu sechs Jahren und neun Monaten Haft. Davon musste er eine Teil absitzen.

Leipzigs Passagen im Überblick:

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dpa

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