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Lokales Mit dem Notenrad geht es auf Operntour durch Leipzig
Leipzig Lokales Mit dem Notenrad geht es auf Operntour durch Leipzig
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10:00 07.09.2018
Mike Demmig, Katrin Bräunlich, Diogo Mendes, Sarolta Boros Gyevi und Werner Schneider (von links) freuen sich auf die Operntour des Notenspur-Vereins, die auch Station in der Musikalischen Komödie macht. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig.

Was gibt es Schöneres als Musik im Grünen? Der Notenspur-Verein lädt zur Premiere einer neuen Veranstaltung – der Notenrad-Operntour am 16. September. „Mit der musikalischen Radtour auf den Spuren von Albert Lortzing, Heinrich Marschner und E.T.A. Hoffmann wollen wir Menschen erreichen, die sich gern bewegen und Musik lieben“, erklärte Werner Schneider, Vorstandsvorsitzender des Vereins, zum Anliegen der Operntour.

Die Messestadt blickt auf 325 Jahre Operngeschichte zurück – ein würdiger Anlass, um die Standorte der jetzigen und ehemaligen Opernhäuser zu beleuchten. Start der circa 25 Kilometer langen Tour ist um 11 Uhr vor der Oper am Augustusplatz, das 1960 als einziger Opernneubau der DDR eröffnet wurde. Erster Stopp ist die Ritterpassage in der Innenstadt, der erste Opernstandort. Hier erlebten die Besucher Uraufführungen von Werken Georg Philipp Telemanns, der im Jahre 1701 als Student nach Leipzig kam. Die Radler schauen sich anschließend auf dem geschichtsträchtigen Richard-Wagner-Platz um, wo das Alte Theater/ Komödienhaus, residierte. Hier feierten die Komponisten Marschner und Lortzing im 18. Jahrhundert große Erfolge und „Genoveva“, die einzige Oper von Richard Schumann, wurde im ersten steinernen Theaterneubau der Stadt uraufgeführt.

Die Tour macht auch Station in der Muko bei „Lortzing“-Wirt Mike Demmig (ganz links). Freude herrscht auch bei Werner Schneider (Notenspur) und den Künstlerin Sarolta Boros Gyevi, Diogo Mendes und Katrin Bräunlich. Quelle: Andre Kempner

Mit einem einzigartigen Live-Konzert mit Arien und Duetten von Alfred Lortzing, interpretiert von Sopranistin Katrin Bräunlich, Bariton Diogo Mendes und Pianistin Sarolta Boros Gyevi, werden die Gäste in der Musikalischen Komödie begrüßt. Das Operettentheater im historischen Haus Dreilinden pflegt nicht nur das Lortzing-Repertoire, sondern hat mit dem neu eröffneten Theaterrestaurant „Lortzing“ ein Kleinod unterm Dach, das nicht nur Musikliebhaber begeistert. Inhaber Mike Demmig freut sich, Gastgeber sein zu dürfen und öffnet den Notenrad-Teilnehmern gerne seine Türen. Der Wirt serviert seit Kurzem im modernen Ambiente der ehemaligen Komödienklause gutbürgerliche und mediterrane Speisen sowie Bier, Wein und Sekt à la Lortzing.

Nach einem Picknick im Palmengarten (Selbstverpflegung) geht es weiter zum Völkerschlachtdenkmal, wo in der Ruhmeshalle ein weiteres Konzert erklingen wird. Das für Leipzigs Geschichte einschneidende Jahr 1813 war auch für die Operngeschichte von Bedeutung: Der Komponist und Schriftsteller E.T.A. Hoffmann wurde als Musikdirektor am Komödienhaus engagiert, Richard Wagner wurde in Leipzig geboren und Heinrich Marschner kam zum Studium in die Pleißestadt.

Kleiner Nebeneffekt: Die Notenrad-Operntour ist Teil des Stadtradelns, einem Beitrag der Städte zum Klimabündnis. Die gefahrenen Kilometer werden auf das Aktionskonto angerechnet.

Die Tourtickets gibt es am Start vorm Opernhaus: fünf Euro (ermäßigt drei Euro). Infos zum Stadtradeln unter www.stadtradeln.de.

Von Regina Katzer

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