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Lokales Mitarbeiter frühstücken für die Einführung eines Tarifvertrags vor Leipziger Hospiz
Leipzig Lokales Mitarbeiter frühstücken für die Einführung eines Tarifvertrags vor Leipziger Hospiz
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01:00 11.04.2014
Auszeit für eine halbe Stunde! Im Hospiz "Auguste" in der Kommandant-Prendel-Allee machten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizes im Leipziger Südosten - bei belegten Brötchen und einem Becher Kaffee - Luft. Quelle: Volkmar Heinz

Als Ausdruck des Protests! Begleitet vom Duo Blue Anubis. "Aus Solidarität", wie die beiden Musiker sagten.

"Die Hospiz-Mitarbeiter möchten endlich einen Tarifvertrag, so wie es andere, die Caritas etwa, auch haben", erklärte Meyer. "Im Sommer 2013 hatten wir die Aufnahme von Verhandlungen bei der Hospiz-Geschäftsführung beantragt. Im Dezember hieß es, die Gesellschafterversammlung beschäftige sich zeitnah damit. Jetzt heißt es, das tut sie erst im Mai", schimpfte sie. - "Wir haben es satt zu warten, haben den Eindruck, uns hinzuhalten wird langsam gängige Praxis", sekundierte Betriebsratsvorsitzender Rüdiger Bartsch, diesmal "als Mitglied der Tarifkommission". Den Beschäftigten geht es im Kern um ein Aus für zahllose Einzelverträge; man will gleiche Löhne und Zuschläge (etwa für den Nachtdienst) für gleiche Arbeit. "Wir leisten alle einen körperlich und psychisch schweren Job, doch vor allem jüngere Kolleginnen, die nach mir eingestellt wurden, bekamen immer schlechtere Konditionen", beklagte Physiotherapeutin Christina Rost. "Da sind viele junge Mütter dabei, die Lebenshaltungskosten stiegen. Und seit Eröffnung des Hospizes 2002 gab es keine adäquaten Gehaltserhöhungen mehr", so die 59-Jährige.

"Warum verdient eine Krankenschwester bei uns im Hospiz brutto zwischen 1680 bis 1800 Euro, eine im hiesigen St. Elisabeth- beziehungsweise Diakonissen-Krankenhaus 2780 bis 2890 Euro?", legte eines der auf dem Fußweg platzierten Plakate nahe, welche sich symbolisch zum "Kreuzweg" fügten. "Weil die Mehrzahl der Hospizgesellschafter konfessioneller Natur ist", wie Meyer erläuterte. Zu den Gesellschaftern der gemeinnützigen Hospiz-GmbH gehören die Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel Bielefeld, Leipzigs Arbeiterwohlfahrt, Caritas und Diakonie, der Hospiz-Verein Leipzig, die Ökumenische Sozialstation, die Schwestern vom Guten Hirten und das Elisabeth-Krankenhaus.

Von all diesen mochte niemand vor der Villa Auguste "mitfrühstücken". "Naja, ich gehe aber mal davon aus, dass sie sich jetzt doch schnell bei mir melden", sagte Meyer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.04.2014

Angelika Raulien

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