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Lokales Mitteldeutsche Regiobahn bietet Lokführern Lohnplus von 12 Prozent an
Leipzig Lokales Mitteldeutsche Regiobahn bietet Lokführern Lohnplus von 12 Prozent an
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15:53 01.04.2011
Bei der Mitteldeutschen Regiobahn wird noch gestreikt - jetzt deutet sich eine Lösung an. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

In einem Schreiben an die Beschäftigten, das der Leipziger Volkszeitung vorliegt, stellt MRB-Geschäftsführer Dirk Bartels übertarifliche monatliche Einkommensverbesserungen von rund 270 Euro für Triebfahrzeugführer und rund 340 Euro für Kundenbetreuer in Aussicht.

Damit würde sich bei der Veolia-Tochter das monatliche Einkommen von Lokführern um zwölf Prozent auf 2500 bis 2600 Euro und das von Kundenbetreuern um 20 Prozent auf 1800 bis 1900 Euro erhöhen, sagte Bartels auf Nachfrage der LVZ (Wochenendausgabe). Damit erreiche man finanziell nahezu das DB-Lohnniveau. Allerdings habe die Bahn eine 38-Stunden-Woche,  MRB bleibe bei 40 Stunden. „Das Angebot unterbreiten wir auf Basis unseres bestehenden Haustarifvertrages. Es kann sofort umgesetzt werden“, so Bartels. Ein ähnliches Angebot sei auch der Veolia-Tochter Harz-Elbe-Express gemacht worden.

Das Angebot sehe auch eine soziale Absicherung bei einer vom Dienst verursachten Fahrdienstunfähigkeit vor, zum Beispiel nach schweren Unfällen auf den Schienen. „Eine Absicherung bei Fahrdienstunfähigkeit und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen können wir sofort über eine Betriebsvereinbarung regeln“, so der MRB-Geschäftsführer. „Auch eine weitere Kernforderung der GDL, und zwar die nach einheitlicher Qualifizierung aller Lokführer, ist kein Problem.“

Zugleich wiederholte Bartels die ablehnende Haltung seines Unternehmens gegenüber dem von der GDL geforderten Rahmentarifvertrags für Lokführer. Dieser sei nicht annehmbar, „da er bundesweit nicht durchsetzbar ist und  die von der GDL geforderte  Weiterbeschäftigungsgarantie für Mitarbeiter nicht über Haustarifverträge abgeschlossen werden kann“.

Das Verkehrsunternehmen sichert nur bis zur Inbetriebnahme des City-Tunnels einen Großteils des S-Bahn-Betriebes um Leipzig herum ab. Dann fährt die Deutsche Bahn auf den Strecken – sie hatte vor Kurzem die Ausschreibung des S-Bahn-Netzes im Großraum Leipzig-Halle gewonnen. Für die MRB entfällt damit das Geschäftsfeld.

Bartels: „Eine Regelung zur Mitarbeiterübernahme bei Betreiberwechsel könnten wir deshalb über Haustarife nur einseitig ohne bindende Wirkung für andere Unternehmen erklären.“ MRB werde sich aber für verbindliche und nachhaltige Regelungen in den Ausschreibungsunterlagen zu Verkehrsleistungen einsetzen.

Bartels zeigte sich zuversichtlich, dass der Betriebsrat das Angebot annimmt.

Andreas Dunte

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